Der Gewaltdiskurs als politische Waffe

Kaum eine Debatte wird so verlogen geführt wie jene über die Frage der Gewalt, welche gleich einer Naturgewalt, gleich einer Strafe Gottes die Menschen geisselt, und zugleich Teufels Werk sein muss.1

In der öffentlichen Gewaltdiskussion brodelt der Begriff der »Gewalt« als Einheitsbrei vor sich hin. Dabei konnte sich in den letzten Jahren ein Diskurs durchsetzen, welcher den hegemonialen Ansprüchen der Bourgeoisie beinahe vollständig entspricht. Denn, obschon wir in umfassenden Gewaltverhältnissen leben, diese tagtäglich erleben »dürfen«, bleibt die Debatte um Gewalt beinahe ausschliesslich auf unmittelbare, physische Gewalt gerichtet. Strukturelle Gewalt wird, wenn überhaupt, nur in einem klar begrenzten Rahmen thematisiert, und die Gewaltförmigkeit der kapitalistischen Produktionsverhältnisse wie auch die Mittel ihrer Ausweitung und Aufrechterhaltung werden gar nicht erst unter dem Begriff Gewalt gefasst. Was übrig bleibt, ist die unmittelbare, physische Gewalt nicht staatlich legitimierter AkteurInnen. Ob Hooligan oder Vergewaltiger, Demonstrantin, renitenter Rentner oder Pausenhofschlägerin, im herrschenden Gewaltdiskurs werden sie zu einem einzigen Begriff von Gewalt verschmolzen, deren allgemeine Ächtung zum guten Ton gehört.

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London Calling

AUFSTAND Im August entlud sich die Wut eines Teil des englischen Proletariats in verschiedenen Städten. Was im August in London als direkte Antwort auf einen rassistischen Mord durch die Polizei begann, entwickelte sich zu tagelangen Aufständen und Strassenkämpfen. 

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Demonstrationen in Kroatien

Wir hatten vernommen, dass in Kroatien im Moment sehr heftig gekämpft wird, was aber hier in den Medien verschwiegen wird. Es handelt sich hauptsächlich um Streikbewegungen, die sich gegen die Privatisierung von Fabriken richten, aber auch um Strassenproteste gegen den EU-Beitritt. Während sich im Westen alle Medien über die Ereignisse in Nordafrika ereifern, ist von den Massenbewegungen aus dem ehemaligen Jugoslawien notorisch nichts zu hören, das war auch schon so im Falle der grossen Streikbewegungen in Serbien. Wir haben deshalb Kontakt zu einer Organisation vor Ort gesucht und das folgende Interview mit der jungen Organisation "Crvena akcija" (Red Action) geführt. Im ersten Teil geht es um die Kämpfe der ArbeiterInnen, im zweiten Teil stellt sich die Organisation vor. (Interview AG Klassenkampf Zürich)

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Alle Register gegen den VBZ-Streik

Zürich stand nicht still am 20. Mai. Aber der erste Streiktag der VBZ-FahrerInnen dürfte für rote Köpfe und Chaos in der Leitstelle gesorgt haben. Die mediale Hetze zumindest läuft auf Hochtouren.

 

 

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Wahlen in Spanien

Die Neoliberalen und Postfaschisten (Partido Popular) gewinnen die Kommunalwahlen in Spanien.

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