Rote Hilfe

Aktuelle Telefonnummer ! 

Antirepressionstelefon  079 626 84 21

Generell vor, während und nach Mobilisierungen ist das Antirep-Telefon in Betrieb.

Ruf an, falls du an der Grenze blockiert wirst, Festnahmen siehst oder selber festgenommen worden bist. Falls du festgenommen wirst: Unbedingt Aussagen verweigern, nur Name, Meldeadresse und Geburtsdatum nennen!

Marco Camenisch: Bedingte Entlassung verweigert!

Das Zürcher Amt für Justizvollzug verweigert die bedingte Entlassung von Marco Camenisch.

Der Bündner Ökoanarchist sitzt seit 20 Jahren für sein politisches Engagement im Gefängnis; derzeit in Lenzburg.

Er ist aus Protest gegen das World Economic Forum in Davos bis zum 29. Januar in einen befristeteten Hungerstreik getreten. Seinem Protest haben sich die Gefangenen Silvia Guerini (Hungerstreik, Hindelbank) und Luca "Billy" Bernasconi (Verweigerung von Arbeit und Mahlzeiten, Regensdorf) angeschlossen.

Dieses Jahr hat Marco Camenisch 2/3 seiner Strafe abgesessen. Eigentlich steht in der Schweiz jeder und jedem Gefangenen - bei guter Führung - die bedingte Entlassung nach 2/3 der Haftzeit zu. Nicht aber Marco.

Am 8. Februar soll eine "Anhörung" zu seiner bedingten Entlassung stattfinden. Das Zürcher Amt für Justizvollzug liess Marcos Anwalt wissen, es werde dabei um "die von uns beabsichtigte Abweisung der bedingten Entlassung gehen." Marco würden an der "Anhörung" keinerlei Fragen gestellt.

Die "Anhörung" ist also gar keine, sondern eine Farce. Der Entscheid ist bereits gefallen. Marco soll weggesperrt bleiben, weil er sich nicht brechen lässt, weil er an seiner politischen Überzeugung festhält.

Bereits vor fünf Jahren versuchte der SP-Staatsanwalt Ueli Weder, Marco zu verwahren. Begründung: das sei ja ein Anarchist!

Und das Zürcher Amt für Justizvollzug verweigerte ihm mehrfach aus politischen Gründen einen bewachten Hafturlaub, der ihm als Vorbereitung auf eine bedingte Entlassung an sich zugestanden hätte.

Wir fordern alle Solidarischen auf, gegen diese erneute Schweinerei des Zürcher Amts für Justizvollzug angemessen zu reagieren.

Den Schreibtischtäter/innen das Handwerk legen - Solidarität mit den kämpfenden Gefangenen!

Freund/innen und Unterstützer/innen von Marco Camenisch, 21.1.12
Kontakt: knast-soli (aet) riseup (punkt) net

Weitere Informationen:  http://www.rhi-sri.org,  http://www.informa-azione.info

Schreibt Marco: Marco Camenisch, PF 45, CH-5600 Lenzburg (Abs.-Adresse nicht vergessen)

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Wer ist Marco Camenisch?
Marco Camenisch (geb. 1952) war Ende der 1970er in der Anti-AKW-Bewegung aktiv. Anfang 1980 verhaftet, wurde er 1981 u.a. wegen Angriffen auf die Einrichtungen der Atomindustrie zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Noch im selben Jahr gelang ihm die Flucht aus der Haftanstalt Regensdorf. 1989 machten ihn Medien und Staatsschutz für den Tod eines Grenzpolizisten im Bündnerland verantwortlich; Marco wies die Anschuldigungen zurück. 1991 erneute Verhaftung in Massa Carrara (Italien), dann 12 Jahre Gefängnis u.a. wegen Sabotageaktionen gegen die Atomindustrie. 2002 wurde Marco an die Schweiz ausgeliefert und 2004 unter Vorsitz des heutigen SVP-Bundesrichters Hans Mathys wegen Mordes zu einer Zusatzstrafe von 18 Jahren verurteilt; zusammen mit der ersten Strafe also 28 Jahre, zusammen mit jener in Italien 40 Jahre! Das Bundesgericht erklärte das Strafmass denn auch für unzulässig, da viel zu hoch. 2007 wurde die Zusatzstrafe auf 8 Jahre gesenkt. 2012 hat er 2/3 abgesessen, spätester Entlassungstermin ist 2018. Marco hat sich in all den Jahren im Gefängnis immer solidarisch gezeigt mit fortschrittlichen Bewegungen inner- und ausserhalb der Gefängnismauern und an unzähligen Protesten teilgenommen.

 

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Rote Hilfe - Treffen zur Antirep-Demo Bern im Juni 2011

 

Für alle Militanten in Raum Zürich, Ostschweiz, etc. welche sich im Zusammenhang mit der Demo in Bern vom 4. Juni juristisch und/oder politisch dazu austauschen wollen, Fragen dazu haben, bereits einen Strafbefehl erhalten haben, oder einen solchen erwarten:

Es gibt dazu ein Treffen am 29. Januar, um 17.00 Uhr im Zentrum des Revolutionären Aufbaus Zürich (Meinhard-Lienertstrasse 15, Zürich, gleich bei Tramhaltestelle Lochergut), damit wir alle das weitere Vorgehen auf juristischer und politischer
Ebene gemeinsam diskutieren und kollektiv bestimmen können.

Bitte leitet es an alle weiter, von denen ihr wisst, dass sie es interessieren muss, unabhängig davon, ob sie bereits was aus Repressions-Bern gehört haben.

Setzt es auf Eure Websites...

Solidarität ist unsere Waffe und sie bringts!
Rote Hilfe Schweiz, 21.1.12

 

Demo 4.6.11 in Bern: - Neue Schreiben der Stawa

 

Offenbar verschickt die Staatsanwaltschaft Briefe, in denen die Betroffenen dazu aufgefordert werden, ihre Einsprachen gegen die Strafbefehle wegen der Antirep- Demo am 4.6.2011 in Bern zurückzuziehen. Die Schreiben sind so formuliert, dass wenn es unterschrieben zurückgeschickt wird, gilt die Einsprache damit zurückgezogen!

Aus dem Brief geht nicht hervor, dass sich der/ die Angeschuldigte auch äussern soll, wenn an der Einsprache festgehalten wird – d.h. es könnte angenommen werden, dass wer nicht auf das Schreiben reagiert, automatisch an der Einsprache festhält.
Nun haben Betroffene aber ein zweites Schreiben erhalten, in dem sie noch einmal explizit und unter Ansetzung einer Frist dazu angehalten werden, zum Rückzug bzw. Festhalten an der Einsprache Stellung zu beziehen.

Hier findet ihr eine Vorlage für einen Brief, welcher der Staatsanwaltschaft geschickt werden kann, um an der Einsprache festzuhalten. Rot markiert sind jene Teile, die ihr selbst noch ergänzen müsst.

Es grüsst euch solidarisch
euer AntiRep Bern

 

Wer die Vorlage möchte, kann sich per Mail bei uns melden:   This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Rote Hilfe: Zweites Treffen zu Diepoldsau

Das nächste Treffen zu Diepoldsau: 9.12. - 19:30 - Aufbau-Zentrum, Meinrad-Lienert-Str. 15, Zürich!

Am 10. September 2011 kesselte die Kantonspolizei St. Gallen unweit von Diepoldsau eine Demonstration gegen ein geplantes Treffen der faschistischen «Europäischen Aktion» ein. Die DemonstrantInnen wurden verhaftet und haben mittlerweile Strafbefehle mit hohen Bussen und Spruchgebühren bekommen.

Die Betroffenen sollten Einspruch eingelegt haben ("Ich erhebe Einspruch gegen den Strafbefehl vom [Datum] wegen [Straftatbestand] [plus evtl. eine Referenznummer auf dem Befehl]" - unterschreiben und eingeschrieben abschicken!) und sollten vor dem nächsten Treffen Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft verlangen und die Akten kopieren, damit diese dann am nächsten Treffen diskutiert werden können. Wichtig: Wenn ihr bei der Staatsanwaltschaft vorbeigeht, solltet ihr möglichst gar nicht mit anwesenden Bullen, Anwälten oder sonstigen Leuten reden. Vergesst nicht, dass sie versuchen alles, was ihr sagt, gegen euch oder andere zu verwenden. Also hingehen, kopieren & wieder raus.

Es gilt dann weiterhin kollektiv und zusammen mit JuristInnen zu diskutieren, wie wir juristisch und politisch gegen die Strafbefehle vorgehen wollen und was unsere Möglichkeiten sind. Wir möchten euch deshalb am Freitag, 9.12.2011 zu einem weiteren Treffen dazu einladen. Diese findet um 19.30 im Zentrum des Revolutionären Aufbaus Zürich an der Meinrad-Lienert-Str. 15 in Zürich statt (Tram Nr 3 vom HB bis Lochergut).

Wenn ihr weitere Fragen oder Anmerkungen habt, meldet euch doch bei der Roten Hilfe: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. . Es kann sein, dass eine Frage nicht gleich per Mail beantwortet wird, sondern wir sie sammeln und dann im gemeinsamen Rahmen am 9.12. beantworten.

Bitte leitet diese Informationen an andere weiter, die auch einen derartigen Brief bekommen haben & schaut immer wieder mal auf indymedia oder aufbau.org vorbei, damit ihr auf dem neusten Stand seid!

Solidarität ist eine Waffe!

Radiobeiträge in Spanien

Beitrag aus Spanien: während der politische Prozess in Bellinzona im Zusammenhang mit der Revolutionären Perspektive lief, bekamen wir folgenden Beitrag:

Während des politischen Prozesses gegen die Genossin Andi, angeklagt im Zusammenhang mit diversen Anschlägen der "Revolutionären Perspektive" gegen u.a. Einrichtungen des spanischen Staates, haben freie Radios die Solidarität und Information zum Prozess in Form von Beiträgen der PCE (r) ausgestrahlt. Darin wurde an ihre internationale Solidarität mit revolutionären Gefangenen, wie ihren Kampf als Kommunistin, als starke Frau, die bis heute für die gemeinsamen Ziele, einer anderen, gerechteren Welt kämpft, informiert. Es wurde dabei erinnert, wie sie mit anderen Genossinnen aus der Schweiz den 1989 den längsten Hungerstreik unserer politischen Gefangenen der PCE (r), wie den Gefangenen der GRAPO unterstützte. Auf Tournee mit einem Strassentheater, bei dem der Kampf gegen die Zerschlagung der Gefangenenkollektive, dem längsten Hunger- und Durststreik, bei dem einige Gefangene der PCE (r) wie GRAPO ihr Leben verloren oder bis heute gesundheitlich gekennzeichnet sind, aufgeführt.