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Tuesday, 7. September 2010
 
 
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Friday, 5. September 2008
Die Arbeiterinnen und Arbeiter der INNSE sind entlassen worden, mit Brief vom 22. August, abgeschickt aus Turin. Trotzdem bleiben sie im Betrieb, arbeiten und kämpfen. Wir müssen diesen Kampf unterstützen! Mit Geld- und Lebensmittelspenden. Eine Werkskantine, um fünfzig ArbeiterInnen zu verpflegen, ist keine Kleinigkeit.

(Übersetzung eines Berichts vom 03.09.2008 auf www.operaicontro.it )

Zusammenkunft vom 2. September beim Ministeramt für wirtschaftliche Entwicklung

Gestern hat Genta, der Fabrikbesitzer, am Verhandlungstisch des Ministeramtes für wirtschaftliche Entwicklung in Rom sich einmal mehr geweigert, die Entlassungen zurückzunehmen. Dies selbst angesichts eines Käufers, der bereit wäre, die Firma zu übernehmen und die Geschäftstätigkeit weiterzuführen. Die einzige Neuigkeit besteht darin, dass Verhandlungen über eine mögliche Übernahme aufgenommen worden sind. Eine erste Verhandlungsrunde sei bereits für den 12. September einberufen worden.

Doch die Arbeiterinnen und Arbeiter bei INNSE geben nicht auf. Entlassen nach drei Monaten Kampf haben diese „Titanen“ – wie sie in einer der zahlreichen Solidaritätsbezeugungen genannt werden – heute Morgen in einer Versammung beschlossen, den Kampf und die Arbeit weiterzuführen. So wie sie es immer getan haben in diesen drei Monaten, ohne Unterbruch: Am Tag Früh- und Spätschicht, Selbstverwaltung der Kantine, dann in der Nacht, samstags und an Feiertagen die Bewachung der Fabrik. Entlassen und ohne Lohn - darum müssen wir sie mit Geldspenden unterstützen sowie mit Nahrungsmittelspenden für die Selbstverwaltung der Kantine. 

In den letzten Tagen ist ein riesiges Werkstück von mehreren Tonnen fertiggestellt worden. Ein LKW für Spezialtransporte hat es abgeholt, während ein ähnliches Stück auf einem gigantischen Bohrwerk zur Bearbeitung aufgespannt worden ist. Mit dem Entlassungsschreiben in der Tasche - das sogleich in Kraft getreten ist, nachdem der Unternehmer beschlossen hat, die Kündigungsfrist zu bezahlen - gehen die ArbeiterInnen der INNSE vorwärts auf ihrem Weg, kämpfen und arbeiten weiter. Wenn jemand fehl am Platz ist, dann ist es Genta mit seinen Plänen, mit denen er zum gigantischen Schrotthändler werden möchte: Er will die Maschinen und Krananlagen als Alteisen verschleudern, die Arbeit an den Nagel hängen, ebenso wie die Arbeiter, die sie ausführen, sowie die angenommenen Aufträge, die dringend zu erledigen sind.  

Die Arbeiterinnen und Arbeiter der INNSE Presse halten durch. Der Unternehmer Genta ist seinen Weg weitergegangen. Kein gesetzlicher Zwang hat ihn aufgehalten. Aber die Werkstore zu überwinden, das wird ihm nie gelingen. Das werden die ArbeiterInnen nie zulassen. Unter der Bedingung allerdings, dass der Kampf nicht ihnen allein überlassen bleibt. Unterstützen wir sie mit ausserordentlichen Spenden! Weiten wir die Solidarität aus auf andere Betriebe, Gruppen und Aktivisten! Machen wir ihren Kampf mit Plakaten und Flugblättern überall bekannt!

Spenden können direkt vorbeigebracht werden, an die Via Rubattino 87 in Mailand, oder überwiesen an: 

Kontoinhaber: Ass.Cult. ROBOTNIK ONLUS
IBAN: IT 51O 0760101600000022264204
BIC: BPIITRRXXX
Vermerk: Lotta operai INNSE

Spenden aus der Schweiz können einbezahlt werden auf: Postcheckkonto Nr. 65-2522-7, SEV Bellinzona, Vermerk: Lotta operai INNSE

(Übersetzung eines Berichts vom 03.09.2008 auf www.operaicontro.it )

 
 
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