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Tuesday, 7. September 2010
 
 
INNSE: Polizeischutz für Besitzer Drucken E-Mail
Saturday, 4. October 2008
Neuste Meldung vom INNSE-Streik:
INNSE-Besitzer Genta unter Polizeischutz im Betrieb
 
Der Fabrikbesitzer Genta hat vom Untersuchungsrichter die Erlaubnis erhalten, trotz versiegelter Werkstore den Betrieb zu betreten. Er wollte sich vergewissern, dass die Arbeiter in den vier Monaten, während derer sie den Betrieb besetzt und weitergearbeitet hatten, nichts beschädigt haben. So wie sie den Arbeitsplatz in jener Nacht verlassen hatten, als die Polizei kam und sie herausholte, konnte er nicht anders als alles in bester Ordnung antreffen. Alles noch in Betrieb, die Werkstücke auf den Maschinen aufgespannt, bereit um fertig bearbeitet zu werden. Vielleicht dachte er, er würde eine nicht mehr benützbare Fabrik vorfinden, sich selbst überlassen, der Nachlässigkeit preisgegeben, mit Arbeitern, die unter der Hand eine Feile verkaufen und Eisenteile klauen. Vielleicht hat er gehofft, einen neuen Vorwand zu finden, um die Bezahlung der August-Löhne weiter hinauszuzögern. Die Arbeiter hingegen, die nicht nur den Betrieb besetzt, sondern bis zur Nacht der Räumung weitergearbeitet haben, sie haben gezeigt, dass man besser arbeitet ohne eine Figur wie Genta und sich weniger abmüht.

In Begleitung der Polizei, seiner Männer sowie zwei Spezialisten für die Entsorgung von Giftmüll ist der Schrotthändler Genta gezwungen, deren Hilfe in Anspruch zu nehmen, weil er dem regionalen Umweltamt (Agenzia Regionale Protezione Ambientale) wird erklären müssen, wie und weshalb er dem Personal befohlen hatte, Giftmüll an einem völlig regelwidrigen Ort anzuhäufen, statt ihn unter Beachtung aller notwendigen Vorsichtsmassnahmen fachgerecht zu entsorgen. Während einer ganzen Stunde und 45 Minuten hat Genta den Betrieb durchforstet und wird dabei sicherlich auch auf die Katzen gestossen sein, die zwischen den Maschinen auftauchen und verschwinden. Er, der gedacht hat, er könne die Arbeiter aushungern, indem er ihnen die Entlassung schickt und sie ohne Lohn lässt, er wird sich bestimmt nicht die Frage stellen, was diese Katzen fressen, wer sich nach der Räumung der Fabrik um sie kümmert. Diese Katzen haben ein sonderbares Fell, gezeichnet von den Kämpfen in ihren sieben Katzenleben. Sie machen grosse Sprünge, grössere noch, wenn der Himmel finster ist. Das Katzenauge durchdringt das Dunkel, die Nase ist unfehlbar, wechselnd der Schritt. Immer finden sie eine Lösung, einen Ausweg, wie die ArbeiterInnen der INNSE. Deshalb sind sie in der Fabrik geblieben und warten auf ihre Rückkehr. 

(Übersetzung eines Berichts auf www.operaicontro.it) 
 
 
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