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Thursday, 2. September 2010
 
 
INNSE: Bericht vom Stürmungsversuch Drucken E-Mail
Friday, 13. February 2009
Die Bullen haben am 10.2.09 die Fabrik gestürmt. Die ArbeiterInnen konnten jedoch verhindern, dass die neuen Maschinen abtransportiert werden. Bericht und Video hier:
INNSE: Schutz für den Besitzer, Knüppel für die Arbeiter

Gestern (Dienstag, 10.02.) um fünf Uhr morgens haben ungefähr 300 Männer in Kriegsausrüstung, Carabinieri, Polizei und Staatsschutz Digos, den Fabrikbesitzer Genta beschützt, der mit zwei Lastwagen und einem Kranwagen ins Fabrikgelände hineingefahren ist. Im Vergleich zu den acht LKWs vom letzten Mal, die abgewehrt wurden und leer nach Hause fahren mussten, hat Genta seine Ansprüche zurückschrauben müssen. 

Über eine neue Strasse, die für den Verkehr noch gesperrt ist und die von der Polizei durch die Beseitigung des Gitterzauns, der die Einfahrt verhindert, geöffnet wurde, gelangten sie vom Kreisverkehr her von hinten in die Fabrik. Die Polizei öffnete den Gitterzaun, liess die Lastwagen hinein und stellte ihn anschliessend wieder an seinen Platz, und zwar mit Hilfe von zwei Gabelstaplern, die mit den Polizeifahrzeugen verwendet wurden, um während der ganzen Zeit der Polizeiaktion die Via Rubattino in beiden Richtungen zu sperren. Der gleiche Vorgang wurde wiederholt, um die Lastwagen wieder hinauszulassen. Kriegsmanöver, um die Arbeiter zu umgehen und ihnen in den Rücken zu fallen. Um Gentas Aktion zu beschützen haben sie dann ihre Schlagstöcke gegen die Arbeiter und ihre UnterstützerInnen verwendet.

Die ArbeiterInnen der INNSE an vorderster Front hielten dem Kräftemessen stand und haben sich nicht bezwingen lassen. Vom Knüppelhagel verschont geblieben sind nicht einmal die anwesenden lokalen und Provinzabgeordneten von Rifondazione Comunista, Sinistra Critica, Pdci (Partito dei communisti italiani). Der Widerstand der Arbeiter und der daraus folgende gewaltsame Zusammenstoss mit den Ordnungskräften zwangen deren Kommando und Gentas Anwalt, der herbeigeeilt war, die Forderung des INNSE-Betriebsrates anzunehmen und eine eigene Zweierdelegation in den Betrieb zu lassen, um zu überprüfen, dass Genta ausser seinen alten Maschinen nichts wegschaffe und den zur Weiterführung der Produktion notwendigen Maschinenpark intakt lasse. Und so ist es dann gewesen. 

Die Wachsamkeit und die gespannte Atmosphäre im Besetzercamp hatten zugenommen, nachdem das Treffen bei der Regionalregierung ergebnislos verlaufen war. Der Sturmangriff von Genta lag in der Luft. Um zwei Feuer herum vor beiden Eingängen waren die Schichten verstärkt worden, zusammen mit den anwesenden INNSE-ArbeiterInnen, die solidarischen Arbeiter anderer Betriebe und AktivistInnen. Das nächste Mal werden wir besser vorbereitet sein.

Nach den von Kurzarbeit betroffenen FIAT-ArbeiterInnen von Pomigliano haben nun die ArbeiterInnen der INNSE mit dem demokratischen Schlagstock Bekanntschaft gemacht, der für die ArbeiterInnen bereitsteht, die sich mit Entschlossenheit gegen die Entlassungen zur Wehr setzen. 

Für Brennholz- und Lebensmittelspenden: 
Via Rubattino 81, Milano.

Geldsammlungen können wir folgt überwiesen werden:
Kontoinhaber: Ass.Cult. ROBOTNIK ONLUS
IBAN: IT51 O 0760101600000022264204
BIC: BPIITRRXXX
Unbedingt immer mit dem Vermerk: Lotta operai INNSE

Spenden aus der Schweiz können einbezahlt werden auf: Postcheckkonto Nr. 65-2522-7, SEV Bellinzona, Vermerk: Lotta operai INNSE

(Übersetzung eines Berichts auf www.operaicontro.it )

Die Zusammenstösse mit der Polizei in der Nacht vom 10.02.09 auf youtube: http://www.youtube.com/watch?v=TUZPlw7LQMk 
Letzte Aktualisierung ( Friday, 13. February 2009 )
 
 
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