| Stellungnahme der nepalesischen MaoistInnen |
| Sunday, 13. September 2009 | |
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Eine Stellungnahme der nepalesischen kommunistischen Partei, übersetzt von der AG Klassenkampf Zürich des Revolutionären Aufbaus.
„Die Meinungsverschiedenheiten innerhalb unserer Partei“ Netra Bikram Chand „Biplap“
Deutsche Übersetzung des Dokumentes „The differences of opinion within our party“ von Genosse Netra Bikram Chand „Biplap“
2009 AGKK des revolutionären Aufbaus Zürich
Wir sollten es ehrlich sagen, dass es eine Meinungsverschiedenheit darüber gibt, wie die nepalesische Revolution vollendet werden soll. Die Meinungsverschiedenheit dreht sich hauptsächlich um die Parteilinie, das politische Programm und die Taktik unserer Partei. Dies begründet, dass vor der nepalesischen Revolution eine ernsthafte Kehrtwende eingetreten ist. Die Verantwortung, die Revolution vorwärts zu tragen ist erfolgreich auf die Schultern der revolutionären KommunistInnen Nepals und die revolutionären KommunistInnen der Welt gefallen. Wir alle sollten unsere Aufmerksamkeit auf sie richten.
1) Die Meinungsverschiedenheit über das politische Programm Der hauptsächliche Streitpunkt ist, ob die Partei zur Volksrepublik voranschreiten soll oder im Stadium der demokratischen Republik bleiben soll. In unserer Zentralkomiteezusammenkunft vom vierten bis sechsten Oktober 2008 legte der Parteivorsitzende, Genosse Prachanda, ein Programm zum Verbleib in der demokratischen Republik vor. Seine mündliche Empfehlung strich die Notwendigkeit der Taktik der demokratischen Republik heraus; die Situation sei nicht günstig, um zur Volksrepublik voran zu schreiten.
Im Gegenteil, er strich die Notwendigkeit heraus, die Ideologie basierend auf den den, bis zur demokratischen Republik, erreichten Errungenschaften zu sythetisieren. Nach der Empfehlung von Genosse Prachanda widersprach Genosse Kiran dem Programm der demokratischen Republik und legte einen schriftlichen Antrag für eine Volksrepublik vor. Genosse Kiran brachte ein, dass die Angemessenheit der demokratischen Republik vorüber sei und die Partei zur Volksrepublik voranschreiten solle.
Wir müssen einige der Aspekte davon verstehen, dass das erklärte und authentische politische Programm unserer Partei von Beginn an eine neue Volksdemokratie war. Entsprechend der Gültigkeit des Marxismus-Leninismus-Maoismus ist die zentrale Frage des Volkskrieges das Erreichen der Staatsmacht des Volkes und die neue Volksmacht. Dieses Ziel hat sich bis jetzt nicht geändert.
Ein interessanter Aspekt ist, dass der Nepalesische Kongress (Nepali Congress, NC) und die Vereinigten Marxisten und Leninisten (Unified Marxists Leninists, UML) aktiver im Staatsbetrieb sind als während der Periode der Monarchie, als der Volkskrieg begann. Die Parlamentarier führten barbarische Repressalien gegen uns aus. Von diesem Gesichtspunkt her war der Volkskrieg sogar gegen das parlamentarische Mehrparteiensystem gerichtet. Unsere Parole war: „Lasst uns nicht unter der Illusion des parlamentarischen Systems verbleiben! Lasst uns die neue volksdemokratische Revolution vorbereiten!“
Als der Volkskrieg auf seinen Höhepunkt zulief, nahm König Gyanendra die Macht mittels eines Putsches über die parlamentarischen Parteien in seine Hände. Erinnern wir uns, dass dies ein faschistischer Schritt war, um die Niederlage der Parlamentarier und den Sieg des Volkes durch den Volkskrieg rückgängig zu machen. Der Putsch von Gyanendra polarisierte die Situation. Die Demokratische Republik war das Ergebnis von dieser Polarisation. Zu dieser Zeit hatten wir ein klares Konzept, dass die demokratische Republik nur eine Übergangstaktik für eine vereinigte Front mit den parlamentarischen Parteien gegen die Monarchie sein wird.
Die Übergangstaktik zeigt, dass die Taktik für die demokratische Republik nicht dazu da ist, die neue Volksrepublik zu ersetzen; vielmehr war es die Taktik für die neue Volksrepublik, die in der Abschaffung der Monarchie und der Etablierung der Republik im Land gemündet hat.
Der Klassencharakter der demokratischen Republik ist bourgeois. Gemäss der verfassungsgebenden Versammlung ist die Monarchie abgeschafft und die Republik etabliert worden, doch es gab keine Veränderung seines Klassencharakters. Die Partei erreichte die oberen Strukturen der Staatsmacht, die Regierung der Verfassungsgebenden Versammlung; doch die gesamte Basis gehört zur Macht der alten Klassen. Die Wirtschaft, das Militär, die administrativen Strukturen und die Gesetze gehören zur alten Macht. Es gibt keine Möglichkeit diese gesamte Basis dem Volk durch einen einfachen Prozess oder durch friedliche Methoden zu übergeben.
Deswegen ist es nötig im Volk ein neues politisches Programm zu bestimmen. Es ist klar, der Verbleib in der demokratischen Republik anstelle des Voranschreitens zur Volksrepublik heisst sich vom Ziel des Aufbaus der Volksmacht - entsprechend den grundlegenden Programmen im Bezug auf den Marxismus unter Führung der proletarischen Klasse – zu entfernen; und stolpern und festsitzen im parlamentarischen Morast unter der Staatsmacht der bourgeoisen Klasse. Das sind die hauptsächlichen Unterschiede zwischen der demokratischen Republik und der Volksrepublik.
2) Der strategische Unterschied Der zweite Unterschied dreht sich darum, wie die Nepalesische Revolution durchzuführen sei; mit einem Aufstand oder mit friedlichen Kämpfen. Obwohl unsere Partei dieses Stadium durch die Linie des Volkskrieges, des bewaffneten Kampfes und der Aufstandsstrategie erreicht hat, hatten wir gesagt, dass es eine kleine Möglichkeit einer friedlichen Entwicklung der Revolution gäbe als wir vor zwei Jahren in den Friedensprozess eingetreten sind. Auch wenn wir diese Art von Möglichkeit zu einem spezifischen Zeitpunkt akzeptierten, ist sie dennoch unmöglich in einem Land wie unserem. Trotzdem bevorzugen einige unserer Genossen in der Führung den friedlichen Wandel über die demokratische Republik. Diese Tendenz spricht vom Aufstand während sie gleichzeitig die Grundlagen des Aufstandes niederreissen (die Fusion der PLA1, professionelle Revolutionäre werden nach Hause geschickt und sollen Erwerbsarbeit annehmen, die einseitige Gewichtung auf die ökonomische Reform und die ökonomische Eigenwilligkeit in der Partei zeigen es klar). Sie hat den friedlichen Wandel zuvor in die Praxis umgesetzt. Wir sind der Meinung, dass die Besonderheit der nepalesischen Revolution eine Bewaffnung notwendig macht und die Revolution auf diesem Weg erfolgreich sein wird.
Deswegen soll die Volksbefreiungsarmee konsolidiert statt fusioniert werden und den Vollzeit-Kadern sollte politische Arbeit aufgetragen werden, statt sie nach Hause zu senden.
Bezüglich der strategischen Frage sagen der Vorsitzende Genosse Prachanda und einige andere, dass die Revolution von der höchsten Ebene durch die Regierung und das Parlament möglich sei. Unserer Meinung nach ist dies allerdings ein geringer Aspekt und der Hauptaspekt ist die Volksrevolte; und so soll es auch sein. Die Regierung und das Parlament sollen ändern was sie können, aber es ist nicht möglich die alte Staatsmacht zu zerschlagen, welche eine Armee, eine Administration, Gesetze und den Kapitalismus hat.
Es gibt eine Möglichkeit für eine einfache Reform; allerdings ist die Geburt einer neuen Macht nur mittels einfacher Reform nicht möglich. Demzufolge ist die Strategie der Interventionen auf der höchsten Ebene verknüpft mit einer friedlichen Strategie und es ist nicht einfach nur eine Frage der Taktik. Das ist die zweite Meinungsverschiedenheit.
3) Der taktische Unterschied
Die dritte Meinungsverschiedenheit ist, ob die Partei die Taktik des Klassenkampfes oder der Reform anwenden soll. Der Vorsitzende Genosse Prachanda hat uns die Taktik in 4 Punkten präsentiert:
Er argumentiert, dass der Aufstand in der Ausarbeitung der neuen Verfassung oder in der Fusion der beiden Armeen stattfinden wird.
Unserer Meinung nach können die genannten Punkte als taktische Mittel eingesetzt werden, allerdings sind in ihrer Essenz nicht revolutionär sondern reformistisch. Diese Punkte können Bestandteil der Reform und des Kompromisses sein; sie garantieren aber nicht den Aufstand. Diese Punkte sind eine Spezialität der Regierung, doch kommen sie nicht nur in der Partei vor.
Gemäss dem besteht eine Notwendigkeit für eine starke Volksbefreiungsarmee, eine grosse Anzahl hingebungsvoller Kader und einen klaren Plan für den Kampf. Unserer Meinung nach können diese Punkte benutzt werden um öffentlich sichtbar zu sein, doch die Partei sollte sich auf eine revolutionäre Taktik festlegen. Die Taktik sollte hauptsächlich dazu dienen, die Grundlagen und Strukturen der komprador-kapitalistischen Macht zu treffen und sie zu zerschmettern.
Um das zu erreichen, sollten die Kämpfe auf die Zerschlagung der alten ökonomischen Grundlagen, die Schauplätze der komprador-kapitalistischen und der alten kulturellen Strukturen ausgerichtet werden. Gleichzeitig sollte die Taktik sein, die Bauernbewegung aufzubauen, die alte Armee von innen und aussen auflösen und die Macht dem Volk zu übergeben.
Gleichermassen sollte die Taktik dazu dienen, gemeinsame Front unter Patrioten und Kommunisten zu machen und bei den Kämpfen dem Nationalismus Prioriät zu geben. Diese Punkte werden die Rolle der revolutionären Taktik erfüllen. Kürzlich hatten wir die Meinung, dass die taktischen Punkte durch die Regierungsseite implementiert werden können, indem die revolutionäre Taktik an vorderster Stelle gesetzt wird. Andererseits, die Implementierung der Taktiken, gesondert von den revolutionären Taktiken, wird zwangsläufig in die Falle des Reformismus geraten und wird sich im Verhandlungstum (negotiationism) auflösen.
In der Gesamtheit haben wir unsere eigene Meinung, dass nämlich das politische Programm, die Strategie und die Taktik – vorgeschlagen vom Vorsitzenden Genosse Prachanda – den Reformismus verkörpern. Wenn wir mittels dieser Taktiken voranschreiten ist es klar dass unsere Partei im Sumpf des Reformismus ertrinken wird. Die einzige Lösung ist, dass die Partei mittels dem politischen Programm der Volksrepublik, der Strategie des Aufstandes und der Taktik des Klassenkampfes voranschreitet. Dies wird die Nepalesische Volksrevolution vollenden, auch wenn es riskant ist.
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The differences of opinion within our party Netra Bikram Chand ‘Biplap’ We should say honestly that there is a difference of opinion on how to accomplish the Along with it, it is necessary for a strong People’s Liberation Army, a large scale of the To do so, the struggle should be oriented to shatter the old economic base, the arenas of the comprador capitalist and the old cultural structure. Simultaneously, the tactics should be to raise the peasant movement, dissolution of the old army from inside and outside; to hand over the power to the people.
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