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In der Nacht von Sonntag (28.01) auf Montag (29.01) haben wir ein Auto auf dem Gelände des türkischen Konsulats an der Weinbergstrasse in Zürich in Brand gesetzt. Wir solidarisieren uns mit Rojava und dem Kanton Afrin, welcher aktuell durch den NATO-Staat Türkei und alliierte islamistische Milizen angegriffen wird.

Der türkische Staat war schon immer ein Feind des fortschrittlichen Projekts Rojava. Wir erinnern an die Kollaboration der Türkei mit den Gangs, die Kobane angriffen, an die immer wiederkehrenden Scharmützel entlang der Grenze zwischen Rojava und der Türkei oder an die Interventiion des türkischen Staats zusammen mit islamistischen Gruppen der ’Freien Syrischen Armee’, um eine Zone zwischen Afrin und den Kantonen Kobane und Cizre zu sichern. Der Angriff auf Afrin ist nun eine Eskalation der Auseinandersetzung auf einer neuen militärischen Ebene. Alles, wofür Rojava steht, ist und bleibt dem türkischen Staat mit seiner reaktionären, islamistischen und nationalistischen Ideologie ein Dorn im Auge.

Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um auf die Unterstützung der kapitalistischen und imperialistischen Staaten für diese Eskalation zu schreiben kommen. Der Angriff auf Afrin zeigt, dass diese Staaten keine strategischen Partner fortschrittlicher Projekte sein können. Die USA und Russland gaben der Türkei grünes Licht für den Angriff auf Afrin und danken den Einsatz der GenossInnen der YPG/YPJ gegen den sogenannten "Islamischen Staat" mit Bombenhagel.
Die NATO-Staaten wollen die Türkei ganz grundsätzlich nicht verärgern, die geopolitische Bedeutung dieses Staates bleibt so hoch, dass jede Provokation der türkischen Armee geschluckt wird. Deutschland sinniert darüber, die Lieferung von neuen Panzerteilen an die Türkei zumindest zu verzögern - aber Sigmar Gabriel von der SPD ist gleichzeitig dafür bekannt, dass er mitverantwortlich für die enorme Steigerung der Rüstungsexporte aus Deutschland ist. Die Schweiz wollte als Teil der EFTA mit der Türkei einen neuen Freihandelsvertrag unterschreiben als Zeybekci, der türkische Wirtschaftsminister, diese Tage am World Economic Forum in Davos war, während die Rheinmetall Air Defense (Tochterfirma von der deutschen Rheinmetall, welche die oben genannten Panzerteilchen liefern soll) in Zürich-Örlikon munter weiter Waffen für den Export produziert. Wir messen all diese Staaten und Akteure also nicht an ihren diplomatischen Phrasen, sondern daran, wie sie ihre Interessen durchsetzen, und all ihre Taten sprechen dafür, dass sie niemals Freunde Rojavas sein werden.

Seit rund einer Woche wird Afrin nun von Truppen des NATO-Staats Türkei zusammen mit islamistischen Milizen angegriffen. Sie haben in dieser Zeit keine nennenswerten Fortschritte gemacht. Die KämpferInnen der YPG/YPJ halten gemeinsam mit der bewaffneten Bevölkerung Stand und verwehren den Invasoren den Einmarsch. Weltweit gibt es Mobilisierungen in Solidarität mit Afrin. So, wie wir für Kobane auf die Strasse gegangen sind, so müssen wir heute auf die Strasse gehen. Es ist an uns, unsere Verantwortung wahrzunehmen und Rojava zu verteidigen. Denn Rojava ist auch unser Projekt, Rojava ist auch unser Hoffnung. Wenn die Türkei mit ihren Islamisten Rojava angreift, dann greifen sie damit auch uns an. Wehren wir uns! Verteiden wir Rojava!

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