Der Widerstand lässt sich nicht aufhalten! Wir haben uns heute – am Nachmittag des 1. Mai – mit einer Kurzdemonstration zum französischen Konsulat selbstbestimmt die Strasse genommen und unsere militante Solidarität mit den Gilets Jaunes ausgedrückt. Hundert Leute kamen an die Demo.

Der Aufstand der Gilets Jaunes zeigt Eines klipp und klar: Die bürgerliche Herrschaft ist nicht allmächtig. Die Herrschenden versuchen mit medialer Hetze jede proletarische Bewegung zu diffamieren, mit Scheinkompromissen die Wut zu schmälern und mit einem Repressionsarsenal sondergleichen den Widerstand auf den Strassen zu brechen. Und doch hat das den Macroniten alles nichts gebracht. Beharrlich nehmen sich die Gilets Jaunes wöchentlich seit gut 5 Monaten in ganz Frankreich zu Zehntausenden die Strassen. Und der grosse Teil der Bevölkerung, der halt nichts besitzt ausser seiner Arbeitskraft, steht hinter ihnen. Was in Frankreich abgeht, ist nicht nur eine Regierungskrise, es ist eine komplette Legitimationskrise der bürgerlichen Herrschaft. Und damit hat der offene Klassenkampf von unten das Terrain der Öffentlichkeit wieder betreten. Die französische Bourgeoisie tut gut daran, die Zeichen ernst zu nehmen. Bei den französischen Eliten wird das arrogante Lächeln, mit dem sie jeweils die Krise des Kapitalismus auf das französische Proletariat gerne abwälzen, unsicherer und verkrampfter. Auch sie wissen, weshalb auf Frankreichs Strassen jeden Samstag symbolisch Guillotinen und Galgen herumgetragen werden. Den AusbeuterInnen und dem Kapital wird es über kürzer oder länger an den Kragen gehen.

Damit es eher kürzer als länger dauert, bis der Kapitalismus auf dem Müllhaufen der Geschichte landet, haben wir heute – am Tag der internationalen Solidarität der ArbeiterInnenbewegung – unsere Kurzdemonstration am Nachmittag gegen das französische Konsulat organisiert. Wir wollen unsere proletarischen NachbarInnen in Frankreich – aber auch weltweit – mit praktischer und militanter Solidarität unterstützen. Und wir zeigen, dass auch dem Repressionsapparat, der jährlich vom „linken“ Bürgertum in Zürich gegen den 1. Mai aufgefahren wird, durch Beharrlichkeit, Organisierung und Solidarität etwas entgegengesetzt werden kann. Bereits zum dritten Mal in Folge war es möglich, am Nachmittag des 1. Mai eine Demonstration durchzuführen. Am Rande der Demo wurden diverse internationalistische Parolen gemalt und das französische Konsulat wurde mit Farbe angegriffen.

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