Kindertagesstätte Pop e Poppa - Profite auf Kosten der BetreuerInnen und Kinder

kita 1Kindertagesstätte Pop e Poppa - Profite auf Kosten der BetreuerInnen und Kinder

Es hört sich an, wie aus einem kitschigen Film über skrupellose Geschäftemacher. Letztes Jahr hat die zweitgrösste private Firmenkette für Kindertagesstätten Pop e Poppa mit einem Schlag 7 KiTas in Zürich und 3 in Bern aufgekauft. Und schon ein Jahr nach der Übernahme will Pop e Poppa nun die Monatslöhne der KinderbetreuerInnen um 200.- senken, den branchenüblichen Mindestlohn unterbieten, Stellenprozente abbauen und setzt ihren Angestellten das Messer an den Hals: Entweder sie unterschreiben den schlechteren Vertrag oder sie werden entlassen. Und auch von den Eltern hat die KiTa-Kette ganze 30.- mehr Beiträge pro Tag verlangt.

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„Uniti, siamo forti!“, Erfahrungsbericht vom Streiktag der Bauarbeiter in Zürich

Bild4Am Morgen sind es wenige Hundert Bauarbeiter neben dem Helvetiaplatz, die sich zu seichtem Pop und wenig enthusiastischen Unia-Reden versammelt haben. Ist das Kalkül der Baumeister aufgegangen? Aus der Absicht, der Unia keine Konfrontationsfläche zu bieten, haben die Baumeister für den Protesttag die meisten grösseren Baustellen in der Stadt Zürich schliessen lassen. Ab und an werden einige Bauarbeiter aufgefordert, mit einem Unia-Funktionär eine kleinere, noch nicht streikende Baustelle zu besuchen, um die Kollegen dort zum Streik zu bewegen. Kurz vor 10 Uhr fahren mehrere Reisecars vor und eine grössere Menge von Bauarbeitern und solidarischen UnterstützerInnen steigt ein. Nächster Halt: Die Baustelle des Gubristtunnels. Erinnerungen an die Blockade des Bareggtunnels 2002 werden wach. Kommt es wieder zu einer Blockade?

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Zum Basler Generalstreik 1919

Text zum Generalstreik in Basel 1919, der für einen Stadtrundgang zum Thema Landesstreik 2018 geschrieben wurde.

Im Jahr nach dem ersten Weltkrieg herrschten auch in Basel schwierige Verhältnisse. Über 21’000 Menschen waren notstandberechtigt, das ist mehr als ein Siebtel der Bevölkerung. Die Reallöhne sind seit Beginn des Weltkriegs um rund ein Drittel gesunken. Die Arbeitslosigkeit war nach dem Weltkrieg sowieso schon enorm hoch und wurde durch die Rückkehr der demobilisierten Soldaten nochmals vergrössert.

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Landesstreik 1918: Die Geschichte in die eigenen Hände nehmen!

Kommentar aus aufbau 94:

Der Landesstreik von 1918 war der schweizerische Ausdruck eines europaweiten, revolutionären Kampfzyklus. Er war unbestritten ein bedeutendes Ereignis in der Geschichte der schweizerischen ArbeiterInnenbewegung und der revolutionären Linken. Hundert Jahre später streiten sich rechte und linke HistorikerInnen über die Bedeutung des Landesstreikes. Die einen feiern die Niederschlagung des Landes- streik als Sieg über den «Bolschewismus». Andere wollen die Geschichte im besten Falle reformistisch definieren. Einig sind sie sich, dass höchstens einige isolierte Spinner eine revolutionäre Umwälzung anstrebten. Ähnliches ist in diesen Tagen in Kiel zu beobachten: Dort werden die aufständischen Matrosen von 1918 als Vorkämpfer der bürgerlichen Demokratie gefeiert. Diese würden sich mit Sicherheit im Grabe umdrehen. Die herrschende Geschichtsschreibung ist eben immer die Geschichtsschreibung der Herrschenden.

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