1. Mai Basel 2018

Für einen revolutionären 1. Mai: solidarisch – kämpferisch – internationalistisch

Antikapitalistischer Block: 9:30 Messeplatz Basel

20180501 BS Plaki

Der 1. Mai als internationaler Tag der Arbeiter_innen bezieht sich positiv auf die Kämpfe der Unterdrückten, Benachteiligten und Abhängigen. Wir rufen alle auf, an diesem Tag auf die Strasse zu gehen und sich dem antikapitalistischen Block anzuschliessen.

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1. Mai Winterthur 2018

Überall ist Widerstand - Solidarität erkämpfen

HERAUS ZUM 1. MAI!   -   BIJÎ 1 GULAN!   -   YAŞASIN 1 MAYIS!

26.4.2018: Mobilisierungskonzert mit:

Pata e Perro (Reggae/Rocksteady/Dub aus dem Zürcher Oberland) & Crude Caress (Punk aus Winterthur)

20h - Gasthof zum Widder, Metzgasse 9, Winterthur

1. Mai: Besammlung zum revolutionären Block um 10 Uhr in der Steinberggasse. Danach alle auf den Revolutionären Treff im Kanzleiareal in Zürich - mit Konzerten von

C.O.T.I. (Captains Of The Imagination)
Evita Koné, Imagine, Dr Koul, Capitán, SeZ', Dj Tiny Tim
Partisans du Hip Hop // world Wide connects
aus Genf/Brighton

Quartiersound (ZH)

ab 18 Uhr: Diskussionen mit unseren internationalen Gästen und Infos zum Tag, Kanzleiturnhalle Zürich

Antikapitalistisches Bündnis Winterthur

winti400

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1. Mai Zürich 2018

Politwochenende Zürich: 20.-22. April Aktuelles zur Situation in Rojava und Palästina, Inge Viett zum bewaffneten Kampf in den 70er-Jahren, Arbeitskämpfe in Europa und weitere Themen.

1.Mai:

09:30: Revolutionärer Block, Helvetiaplatz

ab 12.30: Revolutionärer Treff auf dem Kanzleiareal

mit:

C.O.T.I. (Captains Of The Imagination)
Evita Koné, Imagine, Dr Koul, Capitán, SeZ', Dj Tiny Tim
Partisans du Hip Hop // world Wide connects
aus Genf/Brighton

Quartiersound (ZH)

ab 18 Uhr: Diskussionen mit unseren internationalen Gästen und Infos zum Tag, Kanzleiturnhalle Zürich

 

Aufruf Revolutionäres Bündnis Zürich

Klasse gegen Klasse, Krieg dem Krieg, Kampf dem Kapital – bis der Frieden siegt!

Der 1.Mai ist der internationale Kampftag der Arbeiter*innenklasse, der Tag an dem die verschiedensten fortschrittlichen Kämpfe zusammenkommen. Wir, das revolutionäre Bündnis Zürich, rufen wie jedes Jahr zum revolutionären Block und revolutionären Treff auf. Als Internationalist*innen solidarisieren wir uns mit dem revolutionären Projekt Rojava in Nordsyrien. In Rojava organisieren sich die Menschen basisdemokratisch, es wird nach Bedürfnissen und nicht nach Profit produziert. Die Befreiung der Frau ist ein zentraler Teil des Kampfes. Die autonomen Gebiete in Rojava entstanden mitten im syrischen Krieg und befinden sich nach wie vor in einer hoch prekären Lage: Von Anfang an mussten sich die Menschen in Rojava gegen die Barbarei von Daesh (IS) verteidigen und aktuell führt der türkische Staat gemeinsam mit reaktionären islamistischen Schlächter*innen einen Angriffskrieg gegen die Autonomiegebiete. Als Revolutionär*innen sind wir dazu verpflichtet, die zunehmende Kriegstendenz auf der ganzen Welt zu verurteilen und eine starke Antikriegsbewegung mitaufzubauen. Die Verantwortlichen des Krieges sind auch bei uns angreifbar: So zum Beispiel die Rüstungsfirma Rheinmetall, welche dem türkischen Staat die Panzer für die Invasion in Afrin liefert. Gewähren wir den Kriegsprofiteur*innen kein ru- higes Hinterland! Die Solidarität mit Rojava hat auch hierzulande zu einem gemeinsamen Widerstand revolutionärer Kräfte geführt und viele Leute auf die Strasse gebracht.

Die neuen imperialistischen Kriege vollziehen sich in einer Situation, in der sich im weltweiten Massstab die Klassenwidersprüche verschärfen. Die herrschende Klasse greift vielerorts die Lebens- und Arbeitsbedingungen der lohnabhängigen Menschen an. Wenn wir uns die Situation in der Schweiz vor Augen führen, so sehen wir aktuell einen Angriff auf die Renten, die Ar- beitszeitbeschränkungen und den Kündigungsschutz. Gegen Sozialhilfebezüger*innen wird rigoros vorgegangen. Neu sollen Detektiv*innen sozialversicherte Personen überwachen und bespitzeln dürfen. Der So- zialabbau wird von der herrschenden Klasse auch in den öffentlichen Dienstleistungen und Infrastrukturen vorangetrieben. So sollen beispielsweise die beiden Zürcher Stadtspitäler Waid und Triemli privatisiert werden. Die Absicht ist klar: Auch in der Gesundheit soll der Profit an erster Stelle kommen. Für die Angestellten bedeuten die Privatisierungen und Umstruk- turierungen immer mehr Arbeitshetze, immer mehr Ausbeutung. Für die Patient*innen bedeuten sie eine Ungleichbehandlung, abhängig von der individuellen Zahlungsfähigkeit.

Die Lebensbedingungen der proletarischen Menschen werden angegriffen, während gleichzeitig die Kapitalist*innen riesige Profite scheffeln. Die Linie verläuft zwischen Unten und Oben, zwischen Arbeit und Kapital, und dies bedeutet Klasse gegen Klasse. Wir müssen unsere Zukunft in die eigenen Hände nehmen, der Widerstand wird zur Pflicht. Wir solidarisieren uns mit den kämpfenden Arbeiter*innen weltweit. Seien es die Lehrer*innen in West Virginia (USA), die trotz Streikverbot, welches mittels Gefängnis und Massenentlassungen durchgesetzt werden kann, gegen miese Löhne streiken; seien es die Bahnangestellten in Frankreich, welche gegen die Privatisierung des SNCF Widerstand leisten; seien es die Arbeiter*innen in der Logistik, die in China, Pakistan, Italien und in vielen anderen Ländern Streiks organisieren: Ihnen allen gehört unsere Solidarität, von ihren Kämpfen können wir lernen. Es ist wichtig, dass die vielen laufenden Kämpfe aus ihrer lokalen Isolation heraustreten können. Die Verbindung der Kämpfe ist zentral, es geht um den Aufbau von internationaler Gegenmacht.

Hoch die internationale Solidarität!

Heraus zum 1. Mai!

 

Plakate

1.Mai DRUCK

Wir lassen uns nicht spalten! Rückblick auf die Demo „Kampf der Diktatur in der Türkei“ in Basel vom 3.2.2018

Wir lassen uns nicht spalten!
Rückblick auf die Demo „Kampf der Diktatur in der Türkei“ in Basel, vom 3.2.2018

Im Folgenden wollen wir kurz auf die Demo vom 3. Februar 2018 zurückblicken. Die Demo, ursprünglich unter der Parole „Kampf der Diktatur in der Türkei“, war für Basler Verhältnisse aussergewöhnlich gross. Aussergewöhnlich war auch der Polizeieinsatz, der sich gezielt gegen nicht-kurdische Teilnehmende richtete und einen klaren Spaltungsversuch darstellte. Wir sehen die Repression der Polizei in klarem Zusammenhang mit einer an Fahrt gewinnenden Bewegung gegen den Krieg in Afrin.

Im Vorfeld der Demo

Organisiert wurde die Demo vom „revolutionären Bündnis gegen die Diktatur in der Türkei“, eine Plattform, die aus türkischen und kurdischen, sowie schweizer Organisationen besteht. Es wurde bei der Polizei eine Bewilligung eingeholt. Bereits hier schikanierte die Polizei die Organisator*innen und lehnte die angefragte Route rundherum ab und veränderte Besammlungszeit und –ort. Die Route der Polizei (am Rand der Stadt) wurde zwar akzeptiert, aber im Bündnis wurde anschliessend gemeinsam entschieden, dass einfach zwei Besammlungszeiten  nebeneinander existieren können. Die Menschen würden vor Ort zusammengeführt  werden können. Aufgrund des Krieges in Afrin und der entstandenen Solidaritätsbewegung war  klar, dass die Demo viel grösser werden würde, als ursprünglich erwartet.

Am Tag selbst, kurz vor der Demo

Am 3.2. ungefähr um 12:30 fuhr die Polizei mit zwei Einsatzfahrzeugen beim Lokal des Revolutionären Aufbaus Basel vor. Am Einsatz beteiligt waren Basilisk-Einheiten mit Gummischrot-Gewehren. Die Polizei drang in das Lokal ein und beschlagnahmte das Fronttransparent der Demo (es wurde anschliessend „zur Vernichtung übergeben“). Drei Personen wurden ohne Angabe eines Grundes in Handschellen gelegt und auf den Polizeiposten gebracht. Ein Handwagen für Redebeiträge wurde ebenfalls beschlagnahmt.

Während der Demo

Rund um den Besammlungspunkt wurden zahlreiche Menschen (alles “Schweizer*innen” bzw. nicht kurdisch/türkisch-aussehende) kontrolliert und zwei weitere Personen wurden auf den Posten mitgenommen. Von verschiedenen Seiten wurde berichtet, dass die Polizei ihnen gesagt habe: „Die Kurden wollen euch hier nicht“. Die Demo setzte sich schließlich um 14Uhr in Bewegung. Die Polizei versuchte am Claragraben erfolglos in die Demo einzudringen. Beim Wettsteinplatz drangen Basilisk-Polizist*innen von der Seite her bis zur Mitte der Demo ein – wo sie gezielt eine Aktivistin des revolutionären Aufbaus herausgriffen und abführten.

Am Ende der Demo

Am Barfüsserplatz endete die Demo – die sich über die gesamte Route hinweg auf einer bewilligten Strecke bewegt hatte. Während die Reden noch liefen wurden am Rand weitere schweizer Aktivist*innen abgegriffen und verhaftet. Auch zwei kurdische Demonstranten, die sich bei einer Verhaftung solidarisierten, wurden mitgenommen. Die insgesamt mindestens 10 verhafteten Personen wurden am Abend rausgelassen.

(Selbst-) Einschätzung

An diesem Samstag waren mehrere Tausend Menschen in Solidarität mit Afrin und gegen die Diktatur von Erdogans AKP auf der Strasse. Das war ein starkes Zeichen. Gleichwohl blieb nicht nur ein Erfolgsgefühl zurück. Denn es gelang uns nicht die Teilnehmenden vor den Übergriffen der Polizei zu schützen und ebenso wurde es versäumt auf die Verhaftungen zu reagieren.
Die Polizei möchte verhindern, dass sich politische Aktivist*innen aus der Schweiz mit den kurdischen und türkischen Protestierenden verbinden. In einem Moment, wo an verschiedenen Orten tausende Menschen für Afrin auf die Strasse gehen, soll die kurdische Bewegung isoliert bleiben – und umgekehrt gilt das gleiche für die radikale “schweizer” Linke, auch sie soll von anderen Kräften isoliert werden. Die Behörden fürchten wohl, dass sich eine lokale Anti-Kriegs-Bewegung entwickeln könnte und wollen das mittels Repression verhindern. Jene Polizei, die auch Journalist*innen und Aktivist*innen in die türkische Diktatur abschiebt, geht hier vehement gegen solidarischen Menschen vor. Sie stellen sich somit klar auf die Seite des faschistischen türkischen Staates.

Wir lassen uns nicht spalten. Der Keil, den die Polizei in die Solidaritätsbewegung treiben will, soll uns vielmehr dazu anhalten selbstkritisch über Differenzen in Strategie und Taktik nachzudenken und dadurch die Verbindung zu stärken. An dieser Stelle sei nochmals an die zehntausenden Menschen in den türkischen Gefängnissen erinnert, die unter schrecklichen Bedingungen eingesperrt sind. Für diese Gefangenen, für die Menschen in Afrin und auch für uns hier – lasst uns weiter machen, mehr werden, lauter werden.

Es lebe der internationalistische Widerstand, hier und überall!

BIR-KAR, Ciwanen Azad, Demkurd, HDK Basel, IDHF, iGiF, ITIF, Mücadele Birliği, Netzwerk Solidarische Linke, PDD, Revolutionärer Aufbau, SYKP, Young Struggle

Aufbau Vertrieb

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An- und Verkauf kommunistischer Literatur, Infos, Kontaktmöglichkeiten und vieles mehr. Infos, Adressen und Öffnungszeiten.

RJZ & Rote Hilfe

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Weitere aktuelle Infos gibts auf der Seite der Revolutionären Jugend Zürich & auf dem Blog der Roten Hilfe

Rote Radios

Rowe

Rote Welle und Radio Widerspruch. Die Radiosendungen des revolutionären Aufbau.

Aufbau Zeitung

 84 Zeitung

Die offizielle Zeitung des revolutionären Aufbaus. Mehr Infos zur aktuellen und ein Archiv mit vergangenen Ausgaben gibt es hier. Zudem bieten wir verschiedene Texte, die nur online erschienen sind und eine kleine Auswahl von einzelnen Beiträgen aus der Printausgabe.