Schweizer Konzerne profitieren weltweit von der kapitalistischen Naturausbeutung und Umweltzerstörung. Die hier ansässigen Rohstoffhändler erwirtschafteten in den letzten Jahren Milliardengewinne. Grosskonzerne wie Nestlé bereichern sich an der Natur, indem sie Grundwasser abpumpen und es in Plastikflaschen abfüllen. Schweizer Banken haben Milliarden in Umwelt- und Klimazerstörer investiert. Und dies durchaus folgenreich: Würde man den Schweizer Finanzplatz samt seinen Investitionen als ein Land rechnen, dann wäre die Schweiz bezüglich seiner CO2-Produktion sechstgrösster globaler Verschmutzer.

Gewinne mit Investitionen in Rohstoffunternehmen
Kapitalismus ist in seinen Grundzügen ein einfaches System: Kapital wird investiert, um daraus einen Mehrwert zu gewinnen. Dieser ist dort umso grösser, wo Löhne tief gehalten und Umweltschutz vernachlässigt wird. Besonders anschaulich zeigt sich dies in der Rohstoffgewinnung. Wer in seinem Bergwerk oder Mine auf arbeits- und umweltrechtliche Anforderungen verzichtet, wird mehr Gewinn aus seinem Betrieb ziehen können.

Von diesem System profitieren Schweizer Banken. Die UBS oder die Credit Suisse (CS) beteiligen sich beispielsweise an den grossen Bergbaufirmen Vale oder Glencore. Vale ist ein brasilianischer Konzern, der immer wieder in die Schlagzeilen gerät, weil er aufgrund von Sparmassnahmen auf Umweltschutz verzichtet und so verantwortlich für zahlreiche Umweltkatastrophen ist. Gleiches gilt auch für Glencore, der führende Schweizer Rohstoffhändler. Schweizer Banken investieren in solche Rohstoffunternehmen schlicht und einfach weil dort der Profit stimmt – unabhängig davon, wie wichtig einzelnen Vorsitzenden das Klima und die Umwelt auch immer sein mag.

Kredite für Ölunternehmen
Auch die Ölindustrie wird durch Schweizer Banken mit Investitionen oder Krediten versorgt. In den letzten Jahren stand insbesondere die CS im Fokus der Kritik, da diese Kredite für die umstrittene Dakota Access Pipeline sprach. Dies ist kein Einzelfall. Die CS gewährte in den letzten Jahren auch anderen umweltzerstörerischen Unternehmen Kredite, beispielsweise dem kanadischen Konzern Enbridge oder der amerikanischen Firma Kinder Morgan. Beide sind an neuen Pipeline-Projekten beteiligt. In beiden Fällen soll Rohöl aus dem besonders umweltschädlichen Teersand-Verfahren transportiert werden und in beiden Fällen gab es wie schon bei der Dakota Access Pipeline Proteste. Zwar will die CS nicht einlenken, andernorts zeigte der Widerstand jedoch Wirkung. Weil es zahlreiche verschiedene und auch militante Aktionen gab, distanzierten sich in den letzten Jahren einige Banken von Pipeline-Betreibern und Ölfirmen, die besonders umweltschädlich handeln.

Vom Protest zum Widerstand
Doch machen wir uns keine Illusionen. Weder einzelne Rückzüge noch als „nachhaltig“ angepriesene Bankangebote ändern etwas an der Klimakrise. Für eine tatsächliche Veränderung der weltweiten Klimapolitik braucht es einen revolutionären Wandel. Das bedingt die Konfrontation, beispielsweise mit jenen Unternehmen, die ihr Geld seit Jahren mit Umweltzerstörung verdienen. Tragen wir unseren Widerstand weiter auf die Strasse. Zum Beispiel an den Protesten gegen das Europäische Goldforum, an weiteren Klimademos oder am 1. Mai!

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