Presseerklärung zum Revolutionären 1. Mai in der Schweiz

Heute konnten in Basel, Winterthur und Zürich ingesamt 22‘000 auf die Strasse mobilisiert werden. Und wie schon die letzten Jahre, zählten die vom Revolutionären Aufbau jeweils mit anderen Kräften zusammen organisierten revolutionären und antikapitalistische Blöcke mit insgesamt 5000 Militanten zu den grössten in den Demos. Am 1. Mai manifestiert sich damit seit Jahren, dass die vielfältige revolutionäre Bewegung in der Schweiz konstant wächst und in der Linken die nötigen politischen und organisatorischen Antworten auf die Perspektivlosigkeit des Kapitalismus bieten kann. Mit der Parole „Gemeinsam in die Offensive – Kapitalismus muss weg“ verweisen wir auf die aktuellen Massenbewegungen zum Frauenstreik, zum Klimastreik und in Frankreich, die eine Politik von unten links wieder fassbar machen.

 

Basel

Auch dieses Jahr hat das Revolutionäre 1. Mai-Bündnis in Basel zum Antikapitalistischen Block der 1. Mai-Demo aufgerufen. An diesem beteiligten sich bis zu 1500 Menschen, die solidarisch demonstrierten zu verschiedenen aktuellen Themen. Sie nahmen sich die Strasse, um gegen Rechtsentwicklung, Ausbeutung von Natur und Mensch, Unterdrückung der Frauen*, Verschlechterung der Lebensbedingungen sowie gegen Krieg und Vertreibung aufzustehen. Bei der Mittleren Brücke wurde der Antikapitalistische Block vom Komitee Basisdemokratische Gewerkschaften verstärkt. Zuvor kritisierte dieses in einer Aktion und Rede die undemokratischen Methoden der Unia, die immer weniger von Basisnähe gekennzeichnet sind. Die Demonstration zog am Barfüsserplatz vorbei, um über den Bankenplatz das Revolutionäre Fest am Theodorskirchplatz aufzusuchen. Nicht nur 40 Jahre Hirscheneck wurden gefeiert, sondern auch das zunehmende Erwachen internationaler antikapitalistischer, antirassistischer und antisexistischer Kämpfe.

Das Fest wurde von einem vielfältigen Polit- und Kulturprogramm begleitet, u.a. zu den Klimaprotesten hier und im speziellen mit einem Gast aus den Philippinen, gegen die Bundeslager und zum kommenden Frauen*streik. Das aktuelle Erstarken steht in einer Kontinuität, am 1. Mai Kämpfe und Ideen jenseits kapitalistischer Logik und reformistischer Lösungsansätze zusammenzuführen. Bauen wir darauf auf und überführen wir die Energie in unsere alltäglichen Kämpfe.

Winterthur

In Winterthur beteiligten sich rund 800 Menschen an der Demo am Morgen, 450 davon unter der Parole „Revolutionäres Klima schaffen!“ im revolutionären Block. Mit verschiedenen Transparenten, Parolen und Redebeiträgen wurden der bevorstehende Frauenstreik, die Klimakrise und die fortschrittlichen Errungenschaften in Rojava thematisiert und aufgezeigt, dass es gilt, die verschiedenen Kämpfe zu vereinen um einen revolutionären Ausweg aus der Perspektivlosigkeit des Kapitalismus zu finden.

Zürich

In Zürich begann die 1. Mai-Kampagen schon am Wochenende zuvor, indem das Kanzleiareal tagsüber durch das Revolutionäre Bündnis mit Zelten, Info- und Essensständen besetzt wurde und im Rahmen der alljährlichen sogenannten „Politwochenendes“ insgesamt 6 Veranstaltungen mit zahlreichen internationalen Gästen aus Frankreich, Deutschland, Baskenland, England und den Philippinen organisiert wurden. Dieses wurde bestens besucht.

In Zürich demonstrierten rund 16000 Menschen und das dominante Thema war der bevorstehende Frauen*streik. Im revolutionären Block formierten sich bis zu 3000 Militante wie immer mit unzähligen Transparenten, Aktionen, Pyros, Gesängen und Parolen zum kämpferischsten Teil der Demo und brachten damit die Vielfalt, Solidarität und Radikalität der zürcherischen Widerstandsbewegung zum Ausdruck. Auch im revolutionären Block war der Frauenkampf als ein explizit proletarischer und antipatriarchaler ein zentrales Thema: Mit einer offensiven Frauenaktion – die Demospitze wurde auf der Rudolf-Brun-Brücke gestoppt, um ein riesiges Transparent aufzuhängen – und den Parolen „8. März, 1. Mai, 14. Juni, alli ufd Bei!“. Weitere Themen - wie die STAF-Vorlage, Lohndumping durch das EU-Rahmenabkommen, die Verschärfungen in der Sozialhilfe, den imperialistischen Putschversuch gegen Venezuela und die Solidarität mit der kurdischen Rojava-Revolution und den Gilets Jaunes in Frankreich – wurde in Reden gesetzt. Zudem wurden verschiedene Gebäude mit Farbe angegriffen. So der Yves Rocher-Laden in Solidarität mit dem Streik der Arbeiterinnen in Türkei, die CS wegen ihren Profiten aus der Rüstungsindustrie und der Umweltzerstörung und Brandy Melville wegen dem Propagieren sexistischer Körpernormen.

Nach der Demonstration wurde der Revolutionäre Treff auf dem Kanzleiareal mit einer Abschlusskundgebung eröffnet, bei der Anna Jaclard zum Aufstand der Gilets Jaunes eine Rede hielt. Danach gab es ein Konzert, Essen und Infostände. Am späteren Nachmittag versammelten sich 100 Militante in Solidarität mit dem Aufstand der Gelben Westen, um dem französischen Konsulat mit einer Blitzdemonstration einen militanten Besuch abzustatten. In diesem Rahmen wurde dieses ebenfalls mit Farbe angegriffen. Trotz massivem Polizeiaufgebot konnten wir somit revolutionäre Inhalte auch am Nachmittag auf die Strasse tragen.


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