„Uniti, siamo forti!“, Erfahrungsbericht vom Streiktag der Bauarbeiter in Zürich

Bild4Am Morgen sind es wenige Hundert Bauarbeiter neben dem Helvetiaplatz, die sich zu seichtem Pop und wenig enthusiastischen Unia-Reden versammelt haben. Ist das Kalkül der Baumeister aufgegangen? Aus der Absicht, der Unia keine Konfrontationsfläche zu bieten, haben die Baumeister für den Protesttag die meisten grösseren Baustellen in der Stadt Zürich schliessen lassen. Ab und an werden einige Bauarbeiter aufgefordert, mit einem Unia-Funktionär eine kleinere, noch nicht streikende Baustelle zu besuchen, um die Kollegen dort zum Streik zu bewegen. Kurz vor 10 Uhr fahren mehrere Reisecars vor und eine grössere Menge von Bauarbeitern und solidarischen UnterstützerInnen steigt ein. Nächster Halt: Die Baustelle des Gubristtunnels. Erinnerungen an die Blockade des Bareggtunnels 2002 werden wach. Kommt es wieder zu einer Blockade?

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Zum Basler Generalstreik 1919

Text zum Generalstreik in Basel 1919, der für einen Stadtrundgang zum Thema Landesstreik 2018 geschrieben wurde.

Im Jahr nach dem ersten Weltkrieg herrschten auch in Basel schwierige Verhältnisse. Über 21’000 Menschen waren notstandberechtigt, das ist mehr als ein Siebtel der Bevölkerung. Die Reallöhne sind seit Beginn des Weltkriegs um rund ein Drittel gesunken. Die Arbeitslosigkeit war nach dem Weltkrieg sowieso schon enorm hoch und wurde durch die Rückkehr der demobilisierten Soldaten nochmals vergrössert.

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Landesstreik 1918: Die Geschichte in die eigenen Hände nehmen!

Kommentar aus aufbau 94:

Der Landesstreik von 1918 war der schweizerische Ausdruck eines europaweiten, revolutionären Kampfzyklus. Er war unbestritten ein bedeutendes Ereignis in der Geschichte der schweizerischen ArbeiterInnenbewegung und der revolutionären Linken. Hundert Jahre später streiten sich rechte und linke HistorikerInnen über die Bedeutung des Landesstreikes. Die einen feiern die Niederschlagung des Landes- streik als Sieg über den «Bolschewismus». Andere wollen die Geschichte im besten Falle reformistisch definieren. Einig sind sie sich, dass höchstens einige isolierte Spinner eine revolutionäre Umwälzung anstrebten. Ähnliches ist in diesen Tagen in Kiel zu beobachten: Dort werden die aufständischen Matrosen von 1918 als Vorkämpfer der bürgerlichen Demokratie gefeiert. Diese würden sich mit Sicherheit im Grabe umdrehen. Die herrschende Geschichtsschreibung ist eben immer die Geschichtsschreibung der Herrschenden.

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Verratener „Kampf auf der ganzen Linie“

Artikel aus aufbau 55:

LANDESSTREIK 1918 Vor 90 Jahren fand in der Schweiz der bisher letzte Generalstreik statt. Ein politischer Streik, der von der Führung der Sozialdemokratie verraten und gebrochen wurde, was auch in Winterthur zu grossen Widersprüchen innerhalb der ArbeiterInnenbewegung führte.

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Aufruf: Demonstration für Lohngleichheit und gegen Diskriminierung

Lohngleichheit! Nur der erste Schritt, aber ein notwendiger

Gerne tut mann so, wie wenn die Schweiz modern und gleichberechtigt wäre. Frau, die arbeitet, weiss genau, dass das eine dreiste PR-Behauptung ist.
Frauen verdienen weniger und müssen sich dauernd beweisen, um auf der Arbeit ernst genommen zu werden. Viele arbeiten in prekären, abgewerteten Jobs und haben unterbrochene Lebensläufe, weil die Kindererziehung und Hausarbeit am Ende eben doch an ihnen hängen bleiben. Die unbezahlte Arbeit ist und bleibt weiblich.

Frau sollte sich bei der Lohnarbeit zumindest auf sexistische Sprüche gefasst machen, möglicherweise auf Anmache und leider nicht allzu selten auf sexuelle Belästigung. Abhängigkeits- und Machtverhältnisse bilden die Basis dafür und begünstigen das.

Kapitalismus heisst teilen, um zu herrschen

Der Kapitalismus ist in seiner Profitmaximierung auf die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung angewiesen, ohne diese Diskriminierung der Frauen würde das ökonomische System zusammenbrechen. Es ist deshalb  kein Wunder, dass gerade jetzt, da der Kapitalismus in einer tiefen Krise steckt, fundamentale Rechte der Frauen nicht umgesetzt werden.  Die Folgen für Frauen sind scharf: Patriarchale Rollenbilder, Mehrfachbelastung, Entwertung der Arbeit und sexistische Übergriffe - ein greifbares Resultat ist ein tieferer Lohn.

Streik - Weil wir nicht wollen, dass es so bleibt, wie es ist!

Am 8. März 2018 haben in zahlreichen Ländern die Frauen gestreikt. Für den 14. Juni 2019 ist in Anlehnung an den erfolgreichen Frauenstreik von 1991 auch in der Schweiz ein Frauenstreik in Planung. Damals streikten eine halbe Million Frauen.

Unterstützen wir die Idee eines Frauenstreiks 2019 und kämpfen gemeinsam auf der Strasse, in den Betrieben, zu Hause und überall!
Lohngleichheit ist nur der erste notwendige Schritt gegen patriarchale Strukturen und Diskriminierung.

Frauenbefreiung im Kapitalismus bleibt Illusion - Frauenbefreiung heisst Revolution

Für den Kommunismus.

Aufbau Vertrieb

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RJZ & Rote Hilfe

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Weitere aktuelle Infos gibts auf der Seite der Revolutionären Jugend Zürich & auf dem Blog der Roten Hilfe

Rote Radios

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Roter Motor

Roter Motor Logo1Regelmässig veröffentlicht der Revolutionäre Aufbau Beiträge zum Arbeitskampf als Roter Motor. Hier gehts zu den vergangenen Ausgaben.

Aufbau Zeitung

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