Solidarität mit dem Hungerstreik der türkisch-kurdischen Bewegung

Vor einem halben Jahr hat Leyla Güven, Abgeordnete der HDP, im Gefängnis von Diyarbakir einen Hungerstreik begonnen, den sie bis heute konsequent führt. Der von ihr initiierte Kampfzyklus hat in der Türkei eine enorme politische und gesellschaftliche Dynamik angenommen. Tausende politische Gefangene haben sich dem Hungerstreik angeschlossen, darunter GenossInnen der PKK, der MLKP oder der TKP/ML, während sich ausserhalb der Knäste weltweit Tausende solidarisieren und mit Solidaritätshungerstreiks, Demonstrationen, Kundgebungen und Veranstaltungen die Forderungen der Streikenden unterstützen: Aufhebung der Isolation von Abdullah Öcalan und Kampf dem AKP-Regime.

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Volkskrieg in Indien hält an

Flugblatt am 1. Mai 2019

Trotz „Operation Green Hunt“ – der Volkskrieg in Indien geht weiter! Lal Salaam!

Im Zusammenhang mit den Parlamentswahlen in Indien hören wir wieder vermehrt über Aktivitäten der Kommunistischen Partei Indien (Maoistisch). Die CPI(M) ist eine der grossen revolutionären Bewegungen, die für neue gesellschaftliche Verhältnisse kämpfen. So wurde am 9. April beispielsweise Bheema Mandavi, ein Gesetzgeber der Regierungspartei BJP im Staate Chhattisgarh getötet. Die Bharatiya Janata Partei ist die rechtskonservative hindu-nationalistische Partei von Premierminister Narendra Modi, die mittels faschistischer Methoden die Interessen des Grosskapitals durchsetzt. Bei dem Anschlag auf den Wahlkampagnen-Konvoi wurden ebenfalls vier Sicherheitskräfte getötet. Der Anschlag erfolgte zwei Tage vor dem Beginn der Wahlen, die bis zum 19. Mai 2019 dauern werden.

Indien wird in den bürgerlichen Medien immer wieder als die grösste Demokratie der Welt gefeiert. Tatsächlich herrschen jedoch halbfeudale und kapitalistische Ausbeutungsverhältnisse, in denen der Grossteil der Menschen in Armut lebt und in keiner Weise politisch repräsentiert wird. Dies sind die Ursachen dafür, dass in Indien seit mehr als 50 Jahren eine grosse maoistische Bewegung existiert, die mittels verschiedener Organisations- und Kampfformen für eine revolutionäre Veränderung einsteht. In den Wäldern Ost- und Zentralindiens existiert eine gut organisierte Guerilla, die langsam wieder zu erstarken beginnt. Die Revolutionär_innen hatten nach grossen Erfolgen bis ins Jahr 2012, mit einer massiven Repressionswelle zu kämpfen, in welcher 100‘000ende von Militärs und Polizeikräfte gegen sie eingesetzt wurden. Nun gewinnen Partei und die Peoples Liberation Guerilla Army (PLGA) wieder neue Kräfte und es sind vermehrt bewaffnete Auseinandersetzungen zu beobachten. Der maoistische Aufstand begann 1967 in Naxalbari, West Bengalen, weshalb die Genoss_innen der CPI(M) auch Naxaliten genannt werden. Ihre Kräfte werden noch immer auf rund 8‘000-10‘000 bewaffnete Kämpfer_innen geschätzt und rund 100‘000 Miliz_innen, trotz Aufstandsbekämpfungskampagnen wie „Operation Green Hunt“, Bürgerwehren wie „Salwa Juddum“ etc. Dieser Klassenkampf ist einer der langandauerndsten internen Konflikte auf der Welt. Die Gebiete des sogenannten Roten Korridors, in denen die PLGA aktiv ist, sind reich an wertvollen Mineralien wie Erz und Bauxit, auf die die multinationalen Rohstoffkonzerne scharf sind. Deshalb sind Landraub und Vertreibungen der Adivasi, der armen Urbevölkerung Indiens, tägliche Realität. Diese Umstände und die allgemein prekären Lebensbedingungen machen aus, dass die revolutionäre Bewegung viel Unterstützung aus der Bevölkerung erhält und kontinuierlich neue Kämpfer_innen mobilisieren kann. Insbesondere viele Frauen fliehen auch aus patriarchaler Unterdrückung in die maoistische Partei, in welcher Geschlechter-, Kasten-, Klassen- und andere Unterschiede eliminiert werden. In ihrem harten Guerilla-Alltag im Urwald wird strenge Gleichheit in allen Aufgaben praktiziert – von der Küche bis zur Waffe, den Schulungen und der Verwaltung, medizinischen Kenntnissen und Volksgerichten, Kaderfunktionen und Aufräumarbeiten, und und und. Keime einer neuen Gesellschaft werden im hier und jetzt umgesetzt. Respekt der Natur gegenüber ist Selbstverständlichkeit.

Lal Salaam!

Wir schicken den Genoss_innen der maoistischen Bewegung in Indien den roten Gruss und unsere Solidarität. Es lebe der weltweite Kampf für den Kommunismus! Hier, in Indien und überall !

 

Interview mit Baran Serhad (MLKP)

Das Interview führten wir im April 2018 mit Heval Baran in Rojava.
Am 23. März 2019 fiel Heval Baran durch ein politisches Attentat in der Nähe von Serekanyie. Ausgelöst durch eine ferngesteuerte Bombe, die durch die lange Hand des türkischen Geheimdienstes präzise an seinem Auto plaziert wurde. Seine letzten Worte waren: «Bis hierher sind wir zusammen gegangen, jetzt bleibe ich hier und ihr geht von jetzt an ohne mich weiter.»

Interview als pdf

 

Solidaritätskalender 2019 für Rojava

Jekalender2019 rojavatzt erhältlich im Aufbau-Vertrieb (Samstag 12-17h, Kanonengasse 35, Zürich) oder bestellbar über info[at]rhi-sri.org: der Rojava-Solidaritätskalender 2019.

Der Kalender wurde im Rahmen der Kampagne "Revolutionäre Solidarität mit Rojava" erstellt, um Geld für blutstillende Celox-Verbände zu sammeln, die im Kampf für die Verteidigung Rojavas Leben retten.

Grussbotschaft aus Rojava zur Demo in Zürich (23.12.18)

Liebe Genossinen und Genossen,

bis nach Rojava hat sich herumgesprochen, dass ihr heute den Sonntagsverkauf an der Bahnhofstrasse in Zürich mit einer Demonstration bereichern werdet. Es ist ein wichtiges Zeichen, dass ihr angesichts des drohenden Krieges auf die Strasse geht. Und damit seid ihr nicht alleine. Es macht Mut, von hier aus zu sehen, dass auf der ganzen Welt Menschen auf die Strassen gehen aus Solidarität mit der Revolution in Rojava.

Der globale Widerstand gegen den Angriffskrieg von Erdogan ist ein wichtiges kämpferisches Element, um den Krieg zu stoppen bevor er richtig los geht.Wenn ihr auf die Strasse geht gegen den Krieg, geht ihr auch auf die Strasse um die Perspektive von Rojava zu verteidigen! Es ist eine Perspektieve für eine befreite Gesellschaft. Eine Gesellschaft die sich basisdemokratisch aufbaut und das Leben über kommunale Strukturen organisiert. Es ist eine Gesellschaft, die alle in diesen Aufbauprozess miteinbezieht, egal welche Sprache sie sprechen, welche Religion sie ausüben oder welchen kulturellen Hintergrund sie haben. Und vor allem ist es eine Gesellschaft, wo die Frauen der Motor des Umbruchs sind. Ob mit der Waffe in der Hand oder in Zivil, sie kämpfen für eine befreite Gesellschaft ohne Kapitalismus, patriarchalen Strukturen und der Ausbeutung der Natur.

Gerade im Shoppingwahnsinn hier ist das schwer vorstellbar. Umso wichtiger ist es, für diese Perspektive auch hier zu kämpfen. Klar, dass diese Prozesse den Herrschenden Angst einflösst!

Und darum ist es auch nicht verwunderlich dass die USA, als Wiege des Kapitalismus, diese Errungenschaften zerstört sehen will. Sobald Daesh ihrer Meinung nach besiegt ist und Erdogan mit einem Angriff auf die Region droht, hauen sie ab.

Doch das überrascht uns keineswegs. Die Konterrevolution versucht die Revolution zu bekämpfen.

Die USA zieht ihre Truppen ab und der Krieg tritt in eine neue Etappe. Dass diese kommen wird, wusste man hier schon lange. Die Fronten sind nun klar und wir sehen hier eine unglaubliche Kraft, welche dem drohenden Krieg entgegengebracht wird.

Die Kriegsvorbereitungen laufen schon lange, nun intensivieren sie sich. Ob durch Bildungen zur Ersten Hilfe, Nachbarschaftsversammlungen zur Sicherheit oder die Mobilisierung der Jugend, alle sind Teil dieser Vorbereitungen.

Trotz der Bedrohung geht das Leben weiter und die Revolution wird vorangetrieben! Denn die Leute wissen was sie zu verteidigen haben, „wir bleiben hier und werden kämpfen“ lassen die Menschen verlauten.

Kämpfen wir gemeinsam mit ihnen gegen den Angriffskrieg der Türkei und ihrer imperialistischen Verbündeten.

Greifen wir die Kriegstreiber, die in Europa sitzen, an.

Kämpfen wir gemeinsam mit ihnen für die Revolution in Rojava, für eine befreite Gesellschaft und die Frauenrevolution.

Wir wünschen euch eine kämpferische Demo.

Biji berxwedana Rojava!

Hoch die internationale Solidarität!

Internationalistinnen aus Rojava

Aufbau Vertrieb

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An- und Verkauf kommunistischer Literatur, Infos, Kontaktmöglichkeiten und vieles mehr. Infos, Adressen und Öffnungszeiten.

RJZ & Rote Hilfe

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Weitere aktuelle Infos gibts auf der Seite der Revolutionären Jugend Zürich & auf dem Blog der Roten Hilfe

Rote Radios

Rowe

Rote Welle und Radio Widerspruch. Die Radiosendungen des revolutionären Aufbau.

Volkskrieg in Indien

graf indien

Seit längerem verfolgen wir solidarisch die revolutionäre Bewegung in Indien und melden uns immer wieder mit verschiedenen Aktionen und Hintergrundinformationen zu aktuellen Lage zu Wort. Auf dem Feature zu Indien findest du regelmässig die neusten Berichte und Erklärungen unsererseits.

Agenda

Aufbau Zeitung

 84 Zeitung

Die offizielle Zeitung des revolutionären Aufbaus. Mehr Infos zur aktuellen und ein Archiv mit vergangenen Ausgaben gibt es hier. Zudem bieten wir verschiedene Texte, die nur online erschienen sind und eine kleine Auswahl von einzelnen Beiträgen aus der Printausgabe.