Das Treffen der G20 angreifen. Kein Gipfeltreffen kann ihre Krise lösen.

Schweizweiter Aufruf: Gemeinsam nach Hamburg - Ensemble contre le g20 - Together to Hamburg

Beim G20-Gipfel in Hamburg am 7. und 8. Juli koordinieren sich die RepräsentantInnen der 20 ökonomisch stärksten Mächte der Welt. Wenn sich dort die Herrschenden von Staaten wie den USA, Deutschland, Russland, China oder Saudiarabien sowie die EU gemeinsam an einen Tisch setzen, ist klar, wessen Interessen dort im Zentrum stehen: Die der KapitalistInnen in den jeweiligen Ländern. Und diese glänzen nicht dadurch, dass sie zimperlich sind, wenn es um die Durchsetzung ihrer Interessen geht: Angriffskriege, Unterstützung terroristischer Banden, Unterdrückung von Minderheiten, Schwächung der ArbeiterInnenrechte, sklavenähnliche Ausbeutung von ArbeitsmigrantInnen sind einige ihrer Mittel dazu. Mit Treffen wie dem in Hamburg wollen sie die Effizienz ihrer Ausbeutungsmechanismen steigern.

Gegen die Globalisierung regt sich viel Widerstand und dieser nimmt auch nationalistische Formen an, was mehr als falsch ist. Nationalismus zieht Grenzen, wo keine sein sollten: zwischen den Menschen dieser Welt. Damit spielt er den KapitalistInnen in die Hände: Während im globalen Süden bei übelsten Arbeitsbedingungen alles produziert und in den Norden verschifft wird, was sich verkaufen lässt, gilt diese Bewegungsfreiheit, die Ware und Kapital geniessen, für Menschen nicht. Den ArbeiterInnen wird verboten in die kapitalistischen Zentren zu ziehen, um der Armut oder den Kriegen zu entgehen. Um Migration zu verhindern, werden mörderische Grenzschutzanlagen errichtet. Die Herrschenden Europas setzen darauf, dass das Todesrisiko potentielle MigrantInnen abschreckt, die Reise auf sich zu nehmen. Wenn sie es dennoch schaffen, werden sie in Lager gesteckt und schnellstmöglich ausgeschafft.

Die Antwort auf die Globalisierung der Herrschaft und die Spaltung zwischen den Menschen auf der Welt ist die internationale Solidarität und der Internationalismus: Überall auf der Welt gibt es Personen und Gruppen, die gegen ihre UnterdrückerInnen kämpfen. Viele teilen das gemeinsame Ziel, nicht nur die Bedingungen der Unterdrückung zu verbessern, sondern den Kapitalismus als ganzes in Frage zu stellen und eine neue, soziale und solidarische Welt zu gestalten – unser Vorschlag dafür ist der Kommunismus. Es ist wichtig, dass wir diesen Kampf über bestehende Grenzen heraus tragen: Indem wir unsere lokalen Kämpfe führen, aber darüber hinaus auch die Kämpfe auf dem Rest der Welt nicht vergessen, uns solidarisch zeigen, Unterstützung bieten, vernetzen und direkt vor Ort mithelfen.

Der Widerstand und die Solidarität zwischen den Kämpfenden auf der Welt wird sich diesen Sommer in Hamburg zeigen: Gemeinsam werden wir auf der Strasse zeigen, dass sich die Herrschenden nicht ohne Widerstand treffen können.

++ Tickets für den Extrazug nach Hamburg gibts ab sofort jeden Samstag im Aufbau-Vertrieb (Zürich), am 15.6. und 29.6. (18:00-20:00) im Vertrieb Basel, im Restaurant Sous le Pont (Bern) und an vielen weiteren Orten ++ Infoveranstaltung Zürich (18.6.) ++ Infoveranstaltung Basel (27.6.) ++

Aufruf: Gemeinsam nach Hamburg - Ensemble contre le g20 - Together to Hamburg

Material: G20 vor dem Ende? Gemeinsam sind wir stärker - revolutionäre Praxis heute - Artikel aus aufbau 89 Verschiedene Aufrufe und Infos zum G20 | Antirep Informationen G20 | Aufstand in Hamburg (15.7.2017)

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