Erklärung zur Demo gegen die FIFA

Dem Aufruf des Revolutionären Aufbaus Zürich zu einer Demonstration vor dem Hauptsitz der FIFA sind heute rund 200 Personen gefolgt. Wir demonstrierten damit Solidarität mit der Widerstandsbewegung in Brasilien, die seit Monaten gegen die Fussballweltmeisterschaft und deren Auswirkungen kämpft.

Unsere lautstarke und kämpferische Demonstration vor dem Hauptsitz, nimmt der FIFA das ruhige Hinterland, das sie in der Schweiz sucht. Wir stellen uns in eine Reihe mit den weltweiten Protesten gegen die Angriffe in Brasilien. Vor dem Hauptsitz stellten Militante eine kleine Holzhütte vor den Eingang des Firmengeländes – symbolisch für die zerstörten Favelas. Währenddessen wurde Parolen gerufen und Reden zu den Arbeitskämpfen und der repressiven sozialdemokratischen Regierungspolitik gehalten. Ein kämpfender Genosse aus Brasilien berichtete zudem von ihren Kämpfen. Neben Sprays, welche die Parolen «Não Vai Ter Copa», «FIFA Bekämpfen» und «Mir liebäd dä Fussball – Mir hassed d’FIFA» überall anbrachten, wurde auch die Hochglanztafel mit dem FIFA-Logo mit blutroter Farbe übergossen.

Nach einer guten halben Stunde zogen wir selbstbestimmt, lautstark und mit Knallern und Pyros zum Besammlungspunkt und lösten die Demonstration auf. Zu guter letzt wurde die Strassen-Tafel der sogenannten «FIFA-Strasse» demontiert und abtransportiert. Kein öffentlicher Raum der FIFA!

Die FIFA als Veranstalterin ist seit Jahren treibende Kraft hinter der Kommerzialisierung des Fussballs. Überall wo sie ihre Finger im Spiel hat, sind ähnliche Prozesse zu beobachten. Die Herrschenden nehmen solche Sportanlässe zum Anlass, breite gesellschaftliche Umwälzungsprozesse hin zu stärkerer Ausbeutung und Unterdrückung des Proletariats zu beschleunigen. So werden ganze Quartiere «aufgewertet», indem die bisherigen, proletarischen BewohnerInnen massenhaft vertrieben wurden. Unter dem Vorwand, die Sicherheit der BesucherInnen zu gewährleisten, wird der staatliche Sicherheitsapparat massiv ausgebaut. Um die sonst schon horrenden, finanziellen Verluste der öffentlichen Hand zu minimieren und auszugleichen, werden die Arbeitsbedingungen und Löhne auf den Baustellen der Stadien auf ein möglichst tiefes Niveau gedrückt. Die FIFA manifestiert damit exemplarisch, wie im Kapitalismus durch Staat und Kapital die Bedürfnisse der Bevölkerung dem Profit- und Verwertungsstreben untergeordnet werden.

Die heutige Mobilisierung zeigt, dass es wichtig, nötig und vor allem möglich ist, sich den öffentlichen Raum für revolutionäre Politik anzueignen, ohne die Herrschenden um ihr Einverständnis zu fragen!

 

Mir liebäd dä Fussball – Mir hassed d’FIFA!

Não vai ter Copa!

Für den Kommunismus!

 

Revolutionärer Aufbau Zürich, 14. Juni 2014