Wir brauchen class war!
Während des World Economic Forum (WEF) ist Davos Treffpunkt der Reichen und Mächtigen. Das Forum erfüllt eine jener Schlüsselfunktionen, die die Schweiz den Herrschenden weltweit anbietet: Ein diskreter Anlass mit vielen Hinterzimmern, die sich zum Dealen anbieten. Der Kreis ist exklusiv. So war es und so soll es bleiben, wenn die dort oben ihre Geschäfte und Pläne schmieden.
Der Schweizer Staat und die Schweizer Wirtschaft nutzen die Gunst der Stunde. Stets hofieren Bundesratsdelegationen in Davos die Gesandten aus dem Ausland. Lokale Firmenbosse scharwenzeln um noch grössere kapitalistische Raubfische anderer Länder. «Money makes the world go round», wie es so schön heisst. Während des WEF wird viel dafür getan, damit dieses Karussell weiter angetrieben wird und weiter Profit abwirft. Koste es was es wolle für weite Teile der Menschheit und der Welt.
Wir wissen, worum’s am WEF geht. Da hilft dem Forum keine Image-Kampagne, kein Meet-and-Greet, kein aufgesetzter Wohltätigkeitsanlass. Kriegstreiber wie Trump werden hofiert wie zahlreiche andere vor ihm auch. Hauptsache dieses kleine Bergtal bleibt in diesen Tagen der «Place-to-Be», weil es für Staat und Kapital ein gutes Geschäft ist – wirtschaftlich wie politisch. Kein Preis ist dafür zu hoch. Man macht den Bückling, mal mit Goldbarren und Rolex, mal mit Höhenluft und Alpenpanorama, abgeschottet und abgesichert durch das Militär.
Am WEF wird die Fortsetzung des kapitalistischen Katastrophenkurses geplant und gesichert. Sie alle sind in diesem grundsätzlichen Ziel vereint. Sie sind getrennt darin, wessen Portemonnaie am Ende fetter gefüllt sein soll. Gewinnt Goldman Sachs, die Deutsche Bank oder die UBS, setzen mehr auf Palantir und Meta denn auf Google oder Amazon, wird BlackRock das Rennen machen, welche Deals sichern sich Novartis und Nestlé? Es ist ein Wetteifern der Crème de la Crème des imperialistischen Kapitals gegeneinander. Alle sind sie Mitglied der illustren Liste strategischer Partner des Forums.
Wir wollen ihnen in die Suppe spucken, ihre Heuchelei und Doppelzüngigkeit benennen, schlicht zum Ausdruck bringen: Wir machen ihren Dreck nicht mit! Ihre Kriege, ihre Aufrüstung, ihre Naturkatastrophen, ihre Faschisierung, ihr Autoritarismus, ihre Hetze gegen unten, ihren Sozialabbau, ihren Chauvinismus und und und. Genug mit dem kapitalistischen Elend, genug mit der vermeintlichen Alternativlosigkeit dieses zerstörerischen Systems.
Wir blicken zu Freund_innen und Genoss_innen weltweit, zu den Aufständen der Jugend, der Unterdrückten, der Ausgebeuteten, zu den Befreiungskämpfen der Kolonisierten und Besetzten, zu allen vereint in einem gemeinsamen Kampf ums Überleben und um die Würde in der Barbarei der Gegenwart und Zukunft, egal auf welchem Kontinent, egal in welchem Land. Entwickeln wir darin eine revolutionäre Perspektive, die Kapitalismus und Imperialismus ins Visier nimmt.
Heute kein ruhiges Hinterland, morgen Krieg dem Krieg!