Am 12. Februar fand in Lyon eine Strassenkonfrontation statt, bei der rund 20 neofaschistische Aktivisten vertrieben wurden. Infolge dessen starb einer von ihnen. Gegen 7 Personen wurde nun ein Strafverfahren eingeleitet, 6 befinden sich zurzeit in Untersuchungshaft.
Dieses Ereignis wurde zum Anlass eines medialen und politischen Sturms, der weit über die übliche Entpolitisierung antifaschistischer Militanz hinausgeht. Der Druck ist enorm hoch, und es gibt nur wenig Stimmen, die sich mit den Inhaftierten solidarisieren.
Doch als Antifaschist:innen dürfen wir nicht zweifeln. Wir erleben akute Zeiten – Zeiten von Kriegen und Krisen, in denen rasante Veränderungen möglich sind, und Zeiten einer Faschisierung, die uns noch einiges an Standhaftigkeit abverlangen wird.
Der ausgelöste Sturm ist auch ein Kampf um politische Legitimität und ideologische Deutungshoheit. Dieser ist entscheidend und deshalb dürfen wir nicht zweifeln, nie vergessen wo wir stehen müssen und wo der Feind ist. Egal was sie sagen. Dabei ist antifaschistische Selbstverteidigung eine Notwendigkeit. Wenn wir dies verkennen, wissen wir wo es enden wird.
Diejenigen, die der Verlockung des Opportunismus erlegen sind, haben ihre Seite gewählt.
Deshalb stehen wir bedingungslos solidarisch, Schulter an Schulter mit den Verhafteten und allen Genoss:innen in Frankreich und überall, die den Kampf nicht aufgegeben haben und die Fahne des Antifaschismus hoch halten!
Antifa überall und für immer
Denn wir haben keine andere Wahl