Diese Flugblatt haben wir am 8. April 2026 an der Demonstration in Zürich gegen den imperialistischen Angriff auf den Iran verteilt.
Der Imperialismus ist im Begriff, die Zukunft der Welt in Scherben zu legen. Gramsci hat in etwa gesagt: Die alte Welt geht unter, die neue Welt ist noch nicht geboren, es ist die Zeit der Monster. Wir finden keine passenderen Worte für die Geschehnisse.
Wer in Westasien lebt, wird unverholen mit der «Auslöschung einer ganzen Zivilisation» bedroht, Schulen, Brücken, Spitäler und Wohnhäuser werden zerbombt, ganz wie in Gaza. Längst vorbei sind die Zeiten, als man Militärinterventionen noch als Rettung tarnte und humanitäre Gründe vorschob, ohne Umweg äussern sich die USA genozidal. Aber damit nicht genug. Der Krieg verschärft die weltweite Wirtschaftskrise – und auch gestern erwirkte Waffenruhe wird daran nichts ändern -, bereits sind grosse Teile Asiens betroffen, beispielsweise die Philippinen haben den Energienotstand erklärt und die Preise von Lebensmitteln steigen enorm. Auch hier in der Schweiz bekommen wir die verursachte Krise zu spüren. Der Preis von Dünger ist um 40% gestiegen, was sich in den Lebensmittelpreisen niederschlagen wird.
Israel will den Iran schon immer schwächen, um unbestritten Regionalmacht zu werden. Die USA hingegen – als niedergehender Hegemon – hat sich strategielos in diesem Krieg verrannt. Der Iran ist ein grosses Land von 92 Millionen Menschen, multiethnisch und nach 47 Jahren Theokratie zäh. Der Staat der Ayatollahs ist autoritär und wir stehen auf der Seite jener, die ihn von links bekämpfen. Doch momentan ist nicht der Iran der Täter. Es ist keineswegs schwierig, mit dem Finger auf die Täter zu zeigen. Es sind die imperialistischen Akteure. Mittäter sind ihre Schosshunde, die europäischen Staaten, die zwar über das Zerbrechen der Nato jammern, aber ihre Basen und den Luftraum zur Verfügung stellen, zumindest fast alle. Europa ist der Startpunkt der Flieger, die angreifen, Werkstätte bei Reparaturen, sicherer Hafen ausser Reichweite der Region, die die USA und Israel gerade in Brand legen.
Bei jeder Schweinerei ist die Schweiz mit dabei
Wir befinden uns im Herzen des Imperialismus. Banken à la UBS, Privatbanken, Versicherungen, Hedge Fonds und Rohstofffirmen, alle haben sie Büros an der Bahnhofstrasse. Sie sehen im Krieg eine Chance, noch mehr Profit aus der Rüstungs- und Überwachungsindustrie herauszuschlagen. Und wenn Rohstoffe knapper werden, verdienen Rohstoffdealer noch besser. Für uns Lohnabhängig hingegen wird diese Krise zu einem Angriff auf unsere Arbeits- und Lebensbedingungen. Aber einige Superreiche werden ohnehin profitieren. Das ist Kapitalismus.
Wir wollen nicht, dass es bleibt wie es ist. Demonstrationen sind wichtig, um uns gegenseitig zu stärken, uns zu vernetzen, zu organisieren und den Widerstand aufzubauen und den Imperialismus anzugreifen. Wir werden am 1. Mai wieder die Strasse nehmen und am 14. Juni treffen sich die G7-Staaten in Evian, neben Genf. Eine weitere Gelegenheit, gemeinsam zu handeln und zu wachsen.
Unser Kampf ist hier. Der Vietnamkrieg wurde in Vietnam entschieden, aber die Bewegung in den USA hat einen wichtigen Beitrag dazu geleistet. Bring the war home hiess es damals und es bleibt die richtige Antwort auf imperialistischen Krieg. .
Imperialisten, Bonzen, Banken, alle müssen wanken.
Krieg zwischen den Klassen für Frieden zwischen den Völkern
Wirkliche Freiheit wird erkämpft, Jin, Jiyan, Azadî