Kampf dem imperialistischen Krieg!

In den vergangenen Nächten haben wir in Zürich bei den deutschen und britischen Honorarkonsulaten sowie dem türkischen Konsulat die Komplizenschaft dieser Länder im Krieg gegen den Iran in den Fokus gerückt. Ohne US-Basen in Europa wäre dieser Krieg so nicht möglich.

Seit Ende Februar führen die USA und Israel offen Krieg gegen den Iran. Gemeinsam ist dem imperialistischen und dem zionistischen Staat das Ziel, den Iran in die Knie zu zwingen, da dieser ihren Interessen in der Region in die Quere kommt. Um dies zu erreichen, ist ihnen jedes Mittel recht. Mit ihren Bomben haben sie einen Flächenbrand ausgelöst, der kaum kontrollierbar ist. Das Leid und die Gefahren, der dieser Krieg mit sich bringt, ist ihnen nebensächlich. Mit jedem Tag werden die Folgen für die Massen im Iran, in der Region und weltweit offenkundiger. Nach der angedrohten Eskalation des Kriegs („Zivilisationsauslöschung“), soll jetzt ein temporärer Waffenstillstand greifen. Israel bombardiert dessen ungeachtet den Libanon mit erhöhter Intensität.

Die US-Basen in Europa sind wesentliche Drehscheiben für den Krieg gegen den Iran. Aus Deutschland und Grossbritannien starten Bomber, deren nächstes Ziel der Iran ist. In Portugal und Griechenland heben Tankflugzeuge ab, um die Bomber über lange Zeit in der Luft zu halten. Flugplätze in der Türkei und Italien dienen als Zwischenhalt, wenn Truppen und Kriegsmaterial aus den USA in Richtung der US-Stützpunkte auf der arabischen Halbinsel verlagert werden. Und wenn ein Flugzeugträger wie die USS Gerald R. Ford gewartet werden muss, dann werden Häfen auf Kreta oder in Kroatien angesteuert. Die Kriegsbefehle werden aus Washington DC erteilt, aber umgesetzt werden sie via europäischen NATO-Staaten.

Der imperialistische Krieg trifft nicht nur die Massen, sondern auch das Kapital. Während ein Teil durch die Blockade der Meeresenge von Hormus Extraprofite scheffeln kann (wie die in der Schweiz ansässigen Rohstofffirmen), sitzen andere Teile auf dem Trockenen, da ihnen Rohstoffe fehlen. Auch darum haben die europäischen Mitgliedsstaaten der G7 gemeinsam mit anderen Staaten eine künftige Militärmission vorgeschlagen, die die Meeresenge zur Wahrung ihrer eigenen wirtschaftlichen Interessen sichern soll. Geht’s nach ihnen, soll der Flächenbrand dann weiter angefeuert werden.

Wir leben in Zeiten des imperialistischen Kriegs und sind gefordert, uns entsprechend aufzustellen. Wir setzen bei den hiesigen Kriegstreibern, -handlangern und -profiteuren an. Wir bekämpfen die Feinde im eigenen Land, forcieren den revolutionären Prozess im eigenen Land, im Sinne eines handfesten Internationalismus. Wir schliessen mit den Worten der im Evin-Gefängnis (Teheran) inhaftierten Genossinnen Reyhaneh Ansari, Sakineh Parvaneh, Verisheh Moradi und Golrokh Iraee, die sie angesichts des „Zwölf-Tage-Kriegs“ vor einem Jahr formulierten: „Unsere Befreiung, die Befreiung der Völker des Irans von der herrschenden Diktatur, ist nur durch den Kampf der Massen und das Vertrauen in die sozialen Kräfte möglich – nicht durch die Hoffnung auf fremde Mächte.“

Bring the war home!

Revolutionärer Aufbau Zürich
Revolutionäre Jugend Zürich