Communiqué zum 1. Mai 2026

Der heutige 1. Mai findet definitiv in einer Zeit der Barbarei statt. Der Kapitalismus treibt mit militärischer Aufrüstung, Kriegen, Sparprogrammen, Rechtsentwicklung und Umweltzerstörung auf den Kollaps der Weltgesellschaft zu. Wir nicht. Der 1. Mai ist ebendieser Tag, an dem wir massenhaft, militant und solidarisch eine sozialistische Perspektive fassbar machen. Hier kommen alle revolutionären Kräfte zusammen, die über das ganze Jahr an der Organisierung und Mobilisierung des Bruchs mit Staat und Kapital arbeiten.

Diese unsere Seite – unsere Gegenmacht – konnten wir in den letzten Tagen und insbesondere heute in Winterthur, Basel und Zürich unter der Parole „Sozialismus oder Barbarei“ kraftvoll, entschlossen und durchsetzungsfähig mobilisieren.

In Winterthur beteiligten sich rund 800 Menschen an der Demo am Vormittag, die Hälfte davon im revolutionären Block. Der revolutionäre Aufbau Winterthur beteiligte sich an der Mobilisierung des antikapitalistischen Bündnis Winterthur unter der Parole „Internationale Solidarität statt Krieg und Vertreibung“. Selbstbestimmt und kämpferisch verlängerte der revolutionäre Block die kurze, bewilligte Demoroute und zog gemeinsam zum räumungsbedrohten Wohn- und Kulturhaus „Gisi“ an der General-Guisan-Strasse. Dort wurde von der Häuservernetzung Winterthur mit einer Rede und Aktion auf die Wohnkrise und die Situation der selbstverwalteten Häuser hingewiesen. Anschliessend nahm der revolutionäre Aufbau Winterthur auf der Technikumstrasse mit einer Aktion auf unsere diesjährige Parole „Sozialismus oder Barberei“ Bezug und fackelte bei einer Rede gegen Aufrüstung und Krieg symbolisch die Barbarei des Kapitalismus ab.

In Basel nahm sich der antikapitalistische Block mit rund 2500 Personen die Spitze der 1. Mai Demonstration, und machte damit den grössten Teil einer starken Demo aus. Nach einer Transpiaktion («Antiimperialismus heisst… Kampf dem Feind im eigenen Land») bei der Besammlung am Messeplatz nahm die Demo die altehrwürdige Route durch die Clarastrasse und über die Mittlere Brücke. An deren Ende zog der antikapitalistische Block zum Hotel Dreikönig, das mit etwas Farbe bedacht wurde. Weiter ging es zum Spital, über den Petersplatz und zum Leonhard. In einer Mitmach-Aktion konnten Exponenten der Gegenseite (Netanjahu, Trump, Ermotti) beworfen werden, was die Demonstrierenden mit viel Begeisterung machten. Beim Barfüsserplatz schloss sich der Block dem 1. Mai Fest an. Einige Organisationen des revolutionären Bündnis bespielten dann am Nachmittag den Platz mit einem Stand.

In Zürich besetzten wir zusammen mit anderen revolutionären Kräften wie jedes Jahr am letzten Wochenende das Kanzleiareal und veranstalteten ein Polit-Programm mit sehr gut besuchten Veranstaltungen unter anderem zu Rojava, zum Iran, zum imperialistischen Krieg und zu Arbeitskämpfen in der Schweiz. Am heutigen Morgen beteiligten sich ca. 3000 Personen aus verschiedensten revolutionären Strömungen und widerständigen Projekten am gewaltigen Revolutionären Block an der offiziellen Demo. Unter anderem wurden grosse Wandbilder gemalt, die Scheiben der Cadillac-Niederlassung eingeschmissen und mit einem Agitprop-Theater die Monster des Kapitalismus verprügelt. Am Nachmittag organisierten wir auf dem revolutionären Treff auf dem Kanzleiareal Konzerte, die den Platz füllten. Auf 15 Uhr haben wir zu einer Demonstration aufgerufen. Dass immer mehr Menschen den Bruch mit dem Kapitalismus suchen und für eine revolutionäre Alternative einstehen wollen, zeigte sich an der äusserst erfolgreichen Durchsetzung dieser Demo. Mit einer riesigen Menschenmasse von rund 2000 Personen konnten wir uns die Strasse militant nehmen. Verschiedene Versuche der Polizei, die Demo zu verhindern und zu spalten, wurde mit offensiven Angriffen auf die Polizei beantwortet. Auf der Demoroute wurde die KPMG angegriffen und wir lösten die Demonstration nach über einer Stunde selbstbestimmt auf. Auch Stunden nach der Demo haben viele sich nicht von den Strassen entfernt, die Polizei herausgefordert und sich den Raum genommen.