INTERNATIONALE DEBATTE #14

ZUR GESCHICHTE DER GUERILLAORGANISATION VOLKSFEDAJIN IRAN

„Bewaffneter Kampf: Strategie und Taktik“ Dokument von Massoud Ahmadzadeh

Anmerkungen zur Befreiungsbewegung in Oman und am arabischen Golf PFLOAG 1971

AUS DEM VORWORT: Die Konjunktur der imperialistischen Kriege, Krisen und Konflikte dreht sich hektisch weiter und weiter. Und hat nun auch den Iran erreicht. Nach der Schwächung des US-Imperialismus, aufgrund ökomischer Widersprüche, zeichnet sich eine multipolare Weltordnung ab, um die in den verschiedenen Kriegen im Nahen Osten, im europäischen Osten, im Sudan, in der Karibik etc. militärisch gekämpft wird. Dies gilt nicht nur für die alten Hegionalmächte wie die USA, die EU und Russland, sondern auch für die neuen Mächte wie China, Indien, die Golfstaaten oder die Türkei.

Die wirtschaftliche Aufteilung der Welt unter die internationalen Monopole und damit verbunden die Ungleichmässigkeit in der ökonomischen Entwicklung der einzelnen kapitalistischen Staaten führt im Zeitalter des Imperialismus immer wieder zu imperialistischen Kriegen. An und für sich keine neue Entwicklung. Jedes mal neu sind allerdings die jeweiligen Mächte, Kräfteverhältnisse und Kampf- formen dieser Auseinandersetzung. Wie sich dieser Konkurrenzkampf mittlerweile zugespitzt hat, zeigen die Widersprüche zwischen den Kräften aus der sogenannten gemeinsamen Wertegemeinschaft. Der potentielle Anspruch der USA auf Grönland verdeutlicht diese neue Dimension.

Imperialismus ist daher, entsprechend der ökonomischen und militärischen Kräfteverhältnisse, die hierarchisierte Konkurrenzbeziehung zwischen kapitalistischer Staaten. Die jeweiligen imperialistischen Interessen werden, je nach konkreter Situation, mittels politischer, kultureller und ökonomischer hegemonialier Durchdringung durchgesetzt. Am besten, wenn die eigenen Interessen als Allgemeininteressen dargestellt, verinnerlicht werden, um sie mit mittelbarem strukturellem Zwang durchzusetzen. Wer sich dem entzieht, aus verschiedenen Gründen, wird militärisch angegriffen. Nach Venezuela und Kuba nun der Iran.

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Die Positionen der Volksfedajin zum Charakter des antiimperialistischen Kampfes werden in den Texten von Masoud Ahmadzadeh sorgfältig ausgearbeitet. Sie sind daher Teil dieser Broschüre….

Die marxistische Guerillabewegung im Iran in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren verfügte über eigene revolutionstheoretische Konzepte. Es gelang, für die revolutionäre kommunistische Bewegung im Iran eine eigenständige politische Linie zu erarbeiten: den bewaffneten Kampf als Strategie und Taktik. ….